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deutsche Teilnehmer für dt-poln Jugendbegegnung gesucht - 11.- 14.7.

Kategorie: Die Anderen

Wer macht unsere Regeln?
Warum?
Was passiert wenn wir sie aussetzten und neue machen?
Im 17. Jahrhundert entwickelte Thomas Hobbes die Idee vom Gesellschaftsvertrag auf der Basis eines „Naturzustandes“. Auf dieser Idee steht europäisches Demokratieverständnis. Aber ist die Idee heute noch brauchbar?

In der Begegnung wollen wir mit euch, Jugendliche aus Polen und Deutschland zwischen 15 und 18 Jahre, dem auf den Grund gehen. Vom 11. bis zum 14.7. werden wir uns vier Tage gemeinsam in der Turmvilla mit aktuellen Regeln auseinandersetzen, überlegen wie es aussehen würde, wenn keine Regeln existieren und eigene Regeln aufstellen, die wir auch ausprobieren. Neben dem Diskutieren wird der Spaß auch nicht kurz kommen. Wir werden die Stadt Bad Muskau nutzen, um zu schauen wie unsere aufgestellten Regeln funktionieren. Wir machen einen Filmabend und natürlich eine Abschlussparty.

Der Teilnehmerbeitrag beträgt 25,00 € pro Person für die Übernachtung, Verpflegung und das Programm.

Anmeldung und Informationen unter 035771/640322 oder Mail: Jugendarbeit(at)turmvilla.de

Mehr Informationen unter  Turmvilla Bad Muskau
Alles zum Zeitplan und den Programmmachern findet ihr in der Infomappe (pdf)

Im Rahmen des Projektes Wieso soll ich mich eigentlich benehmen? Zwischen Regeln und Anarchie – 2013 wollen wir mit der binationalen Jugendgruppe (15-18 Jahre alt) zu verschiedenen Fragestellungen rund um das Thema „Regeln“ arbeiten. Grundlage ist dabei die Auseinandersetzung mit dem philosophischen Konzept eines Gesellschaftsverträgen, das nach wie vor zu den Wurzeln des europäischen Demokratieverständnisses gehört. Davon ausgehend soll nach der Tragfähigkeit dieser Idee insbesondere im Bezug auf ihre Schutzfunktion gegen eine „rohe menschliche Natur“ heutzutage gefragt werden. Wie sieht der Leviathan unserer Zeit aus? Mit welchen Regeln versuchen wir ihm zu begegnen und welche der gefundenen und historisch gewachsenen Regeln sind immer noch tragfähig bzw. wie sieht gerechtfertigte Kritik daran aus? Gibt es persönliche Grenzen, in die allgemeine Regeln nicht eingreifen dürfen?

Das Projekt findet in Bad Muskau statt, wo vor 200 Jahren hat Fürst Hermann Ludwig Heinrich von Pückler mit den ungeschriebenen gesellschaftlichen Regeln seiner Zeit und seines Standes gebrochen. Der Park, der sich auf beiden Seiten der Grenze erstreckt ist heute noch das sichtbarste Zeichen dieses Querdenkers. Lässt sich an dieses Erbe anknüpfen? Welche Regeln bestimmen sonst auf beiden Seiten der Grenzen das tägliche Leben und wie werden sie vermittelt? Werden sie kritisiert? Wächst der Ort zusammen? Entsteht hier eine gemeinsame Gesellschaft mit neuen Regeln? Wir lernen das hybridisierte Regelwerk einer Grenzstadt mit seinen historischen Wurzeln kennen und kommen darüber ins Gespräch. Wie verhalten sich unsere theoretischen idealistischen Konzepte zur neuen multikulturellen Gesellschaft?