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Comics im KZ? Narrative Bildserien von Häftlingen und Überlebenden der NS-Zwangslager.

Kategorie: Allgemein

Ein Vortrag von Dr. Jörn Wendland. Am 19. November um 19 Uhr in Berlin, Galerie im Saalbau.

Dr. Jörn Wendland: "Comics im KZ? Narrative Bildserien von Häftlingen und Überlebenden der NS-Zwangslager"

Comics im KZ? Das erscheint kaum vorstellbar. Wer nicht zu den Millionen Ermordeten in den verschiedenen nationalsozialistischen Lagern gehörte, litt unter Hunger, Krankheit, Folter und Zwangsarbeit. Und doch gelang es einigen wenigen Gefangenen sich mit sequentieller Kunst auszudrücken. Auch unmittelbar nach der Befreiung fertigten zahlreiche Überlebende mehrteilige Bildserien über ihre Lagerzeit an.

Dr. Jörn Wendland, Kunsthistoriker und Historiker, gibt in seinem Vortrag einen Überblick über die sequentiellen Bildwerke aus den NS-Lagern. Darin geht es u.a. um den narrativen Zusammenhang der einzelnen Bilder, die Beziehung zwischen Text und Bild, aber auch um Fragen nach Täter-Opferperspektiven. Gezeigt werden Arbeiten etwa von István Irsai, Alfred Kantor und Simon Wiesenthal.

Mehr Informationen auf Facebook und der Website redrawingstoriesfromthepast.com.

Das Projekt "Redrawing Stories from the Past" bringt vergessene Geschichte(n), Kunst und Jugendkultur zusammen. Fünf junge Graphic Novel-Künstler aus verschiedenen Ländern Europas präsentieren zusammen mit den Projektleitern die Ergebnisse.

Mit Paula Bulling, Max Baitinger (Deutschland), Vuk Palibrk (Serbien), Mārtiņ Zutis (Lettland) und Zosia Dzierżawska (Polen) und Dr. Ole Frahm und Sascha Hommer, Experten für Geschichte und Comics.