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6. Salon "Alt-Moabit", Lesung am 11. November

Kategorie: Allgemein

Im Rahmen der "6. Langen Nacht des Buches in Moabit" lädt MitOst herzlich zu einer Lesung mit Jan Koneffke ein. Der Autor liest beim 6. Salon "Alt-Moabit" aus seinem Buch Die sieben Leben des Felix Kannmacher.

Lesung mit Jan Koneffke: „Die Sieben Leben des Felix Kannmacher“ im Rahmen der „6. Langen Nacht des Buches in Moabit"

11. November 2013, ab 19.30 Uhr geöffnet, Beginn Lesung 20.30 Uhr 
Ort: MitOst e.V. - Alt-Moabit 90, 10559 Berlin (3. Stock)

Das Buch
In einer Zeit, in der niemand sicher sein kann, wen er vor sich hat, ist sich der Held dieses Romans nicht sicher, wer er selbst ist: Felix Kannmacher oder Johann Gottwald. Im Herbst 1934 wird Felix Kannmacher vom Pianisten Victor Marcu aus dem Deutschen Reich geschmuggelt und erhält in Bukarest eine neue Identität. Als Johann Gottwald wird er die ›Kinderfrau‹ von Marcus' Tochter Virginia, bei der er sich schnell als großer Geschichtenerzähler beliebt macht. Als die Freundschaft zwischen beiden enger wird, entlässt ihn der eifersüchtige Vater, und plötzlich ist Kannmacher ganz allein in einem fremden Land. Und so schlägt er sich unter falschem Namen durch: als Kellner im größten Kasino von Bukarest, er arbeitet als Sekretär für die Nazis und versteckt sich in einem Kloster im Karpatenland. Doch in jeder Identität, die sein Schicksal ihm gerade aufbürdet, immer bleibt die Verbindung zwischen ihm und Virginia bestehen, die bald zu einer berühmten Schauspielerin heranwächst. Einen ersten Blick in das Buch kann man auf der Seite des DUMONT Verlages werfen: Vorschau

Zum Autor
Jan Koneffke wurde 1960 in Darmstadt geboren. Er studierte Philosophie und Germanistik in Berlin und verbrachte nach einem Villa-Massimo-Stipendium weitere sieben Jahre in Rom. Heute lebt er als Schriftsteller, Publizist und Übersetzer in Wien und Bukarest. Er erhielt mehrere literarische Auszeichnungen (u.a. Leonce-und-Lena-Preis, Friedrich-Hölderlin-Förderpreis, Peter-Suhrkamp-Stipendium, Offenbacher Literaturpreis) und veröffentlichte bislang 15 Bücher, darunter Gedichtbände, Romane, Erzählungen und Kinderbücher.*

Die Recherche
"Die Recherchen für den Roman Die sieben Leben des Felix Kannmacher erstreckten sich über zehn Lektürejahre rumänisch-, deutsch- und englischsprachiger Titel. Zunächst einmal galt es, in der rumänischen Zwischenkriegs- und Kriegszeit, in der das Buch spielt, historisch und alltagsgeschichtlich 'heimisch' zu werden. Das Grenzgänger-Stipendium der Robert Bosch Stiftung ermöglichte einen Aufenthalt an der Schwarzmeerküste, in Baltschik (heute bulgarisch, seinerzeit rumänisch), an dem die Romanhandlung ihren Anfang nimmt, sowie weiterführende Recherchen in Bukarest, an Ort und Stelle des Romangeschehens, und in den Antiquariaten der rumänischen Hauptstadt. Dabei entstand ein ansehnlicher Handapparat aus alten Postkarten, historischen Reiseführern (u.a. einem in deutscher Sprache aus dem Jahre 1934) und Stadtplänen mit Restaurant-, Institutionen- und Firmenverzeichnissen der Zeit. Selbstredend gehörte zur Recherchearbeit aber auch das Gespräch, sei es mit Zeitzeugen, sei es mit Spezialisten der Alltagsgeschichte, wie etwa mit der Schriftstellerin und Essayistin Ioana Pârvulescu."

Der Salon „Alt-Moabit“ ist ab 19.30 Uhr geöffnet. Die Lesung startet um 20.30 Uhr moderiert von Corina Ostafi, Hospitantin im Theodor-Heuss-Kolleg Büro und Stipendiatin des Programms Europa Gestalten – Politische Bildung in Aktion der Robert Bosch Stiftung. Bei einem kleinen Imbiss besteht anschließend die Möglichkeit, mit dem Autor ins Gespräch zu kommen.

Die Lesung wird durch Mittel des Förderprogramms Grenzgänger der Robert Bosch Stiftung unterstützt.

Weitere Informationen:
Zum Autor Jan Konneffke
Zum Grenzgänger-Programm
Zur „5. Langen Nacht des Buches in Moabit“


*Quelle: www.bosch-stiftung.de/content/language1/html/35367.asp