Festivalzentrale

Das Kulturhaus Slávie

Ein wenig Historie...

Auf der Freifläche des rechten Ufers der Malše (Maltsch) wurde in den Jahren 1871 und 1872 ein weiträumiges Gebäude für den Bund der Budweiser Deutschen erbaut, von ihnen "Deutsches Haus" getauft. Begonnen wurde der Bau durch den Prager Architekten Ignaz Ullmann, der zu dieser Zeit auch mehrere interessante Gebäude im Stil der Neurenaissance in Prag baute. Der Budweiser Ingenieur Carl Schmidt vereinfachte Ullmanns Entwurf, indem er alle für die Prager Neurenaissance typischen Vertikalen und Statuen wegließ.

1945 zog das Sekretariat der Kommunistischen Partei in das Gebäude ein, der Name wurde in "Slovanský dům" (Slawisches Haus) geändert. Die neue Bezeichnung hat sich jedoch nicht eingebürgert, da es in der Nähe das Restaurant "U Slovanů" gab und die Namen häufig verwechselt wurden. Die nächste Bezeichnung war "Stalin-Haus", verkürzt: "Staliňák". Nach 1952 übernahm die tschechoslowakische Armee das Haus und benannte es in "Dům armády" (Haus der Armee) um. Die Armee veranstaltete hier gut besuchte Tanz- und Musikabende und die umgangssprachliche Bezeichnung "Armáďák" hat bis heute viele andere Besitzer und Benennungen überlebt.

Zur Zeit ist das Haus geschlossen und der Magistrat entscheidet gerade über die künftige Nutzung des Hauses, wobei es den starken Wunsch gibt, dass es weiterhin ein städtisches Kulturhaus bleiben sollte. Im Haus gibt es einen großen und einen kleinen Saal, einen ehemaligen Turnsaal, Klubräume, ein Restaurant und eine Außenbühne. Ihren Sitz hatten im Haus mehrere Theaterensembles, Orchester, Musikbands, Klubs, Fotografen usw.

Heute steht das Haus im topographischen Zentrum der Stadt und hat also die Chance, wieder ein Kulturzentrum der Stadt und der Südböhmischen Region oder ein Europa-Haus zu werden.

Und so sah das Haus früher aus: phila3000.de/JPGS/wq/wq55000-59999/wq55371.jpg  

Info

Die Festivalzentrale ist das Herz des MitOst-Festivals. Dort treffen sich die Teilnehmer zwischen den Veranstaltungen, diskutieren, trinken Kaffee und feiern bis spät in die Nacht hinein. Diesmal residieren wir im ehemaligen Deutschen Haus.