Büro Mobil

Für viele Geflüchtete hat sich der als Transit gedachte Aufenthalt in Serbien ausgedehnt. Die es nach Deutschland geschafft haben, sind mit der Situation in Flüchtlingsheimen konfrontiert. Die deutsch-serbische Projektgruppe bringt Erfahrungen und Geschichten von Geflüchteten in Kassel nach Belgrad - und umgekehrt. Im Stadtteil Savamala wird zusammen mit Anwohner*innen, Geflüchteten, lokalen NGOs und Künstler*innen das "Büro Mobil" gebaut und bespielt: eine Sozialküche mit Drucker, Scanner und solarbetriebener Handy-Ladestation, aber vor allem Kontakt- und Kommunikationsmedium, um mit Geflüchteten in Austausch zu kommen und sie mit Akteuren vor Ort zu verknüpfen. Am Ende wird als Dokumentation des Projekts eine Ausstellung entstehen.

Unter 50 Projekteinreichungen hat sich "Büro Mobil" als eines von zwei Gewinnerprojekten des Wettbewerbs kultur-im-dialog.eu+ durchgesetzt, den MitOst einmal jährlich in Zusammenarbeit mit der Schering Stiftung ausschreibt. Aus der Begründung der Jury: "Das Projekt zeichnet sich dadurch aus, dass Erlebnisse und Träume von Menschen über für sie verschlossene Grenzen transportiert werden. Außerdem wird es als wichtiger Beitrag gesehen, um auf die nach wie vor angespannte Situation von Flüchtlingen in Serbien aufmerksam zu machen."

Projektinformation

Wo: Kassel, Deutschland und Belgrad, Serbien
Wann: Juni-Oktober 2017

Projektleitung: Nikola Markovic
Projektteam: Tanja Simonovic

Blog zum Projekt

Fördersummer: 7.500 Euro