Federation of Urban Imagination – eine transeuropäische Städtewanderung

Mit Federation of Urban Imagination soll ein nachhaltiges transeuropäisches Netzwerk entstehen, das im öffentlichen Raum agiert und verschiedene performative, künstlerische und stadtplanerische Ansätze nutzt, um im urbanen Raum Aktivität und Begegnung zu schaffen.

Wir bilden eine Plattform auf der durch Austausch, und gegebenenfalls Adaption lokal erfolgreicher Ansätze, in Städten europäischer Transformationsländer, Aneignungsprozesse angestoßen werden. Verschiedene Perspektiven und Methoden stehen miteinander in einem Dialog. Partizipativer Urbanismus (Stadtpflanzer e.V., ProstoRož) trifft auf performative Raumstrategien (Mobile Albania, Pneuma Szöv.) und Strategien der temporären Raumaneignung durch künstlerische und kulturelle Installationen (MikroArt & Ministarstvo Prostora/Raumministerium).
Das Innovative an dieser Begegnung ist die Zusammenführung einer konkreten städtischen Aufwertung mit den Praktiken eines beweglichen Theaterstaates. Mit einem solchen kultursensiblen, partizipativen Ansatz stoßen wir einerseits transnationale Lernprozesse an und streben andererseits eine langfristige Zusammenarbeit an und etablieren ein transeuropäisches Netzwerk für nachhaltige, interdisziplinäre Initiativen im urbanen Raum.

Beginnen soll unsere transeuropäische Wanderung 2014 in Budapest, wo in den letzten Jahren diverse Projekte zur Aneignung und Wiederbelebung von öffentlichen Räumen erfolgreich durchgeführt wurden. In einem dreitägigen interaktiven Workshop möchten wir: die Stadtpflanzer und die MitOst-Lokalgruppe aus Leipzig, das Raumministerium und MikroArt aus Belgrad und ProstoRož aus Ljubljana die performativen Methoden von Mobile Albania und Pneuma Szöv vor Ort aktiv erleben und mitgestalten (vierwöchiges Projekt in der Josefstadt in Budapest im Juni 2014) und daraus eigene Ansätze und Konzeptionen entwickeln, die dann im Anschluss in Leipzig am Huygensplatz und darauf aufbauend in Novi Sad im Rahmen des 12. Internationalen MitOst-Festivals genutzt werden sollen, um die Mitgestaltung und Wiederbelebung von öffentlichen Plätzen zu initiieren. Perspektivisch ist mit Hilfe der an den Interventionsorte Budapest, Leipzig und Novi Sad reflektierten Ansätze und Aktionen dann eine Wiederbelebung von nicht genutztem, öffentlichen Räumen und funktionslosen Plätzen dann für 2015 in Ljubljana und Belgrad geplant.

Ausblick
Gemeinsam entwickeln wir interaktive Ansätze und Beteiligungskonzepte für die Belebung von öffentlichen Räumen. Doch was bleibt? Welchen nachhaltigen Effekt können wir von den gemeinsam mit den lokalen Bürgern und Initiativen gestalteten stadträumlichen Interventionen erwarten? Unsere Projektpartner aus Belgrad (MikroArt/Raumministerium) und Ljubljana (ProstoRož) beschäftigen sich im Rahmen diverser Projekte mit solchen Fragen. Die Antwortstrategien reichen von Guerilla-Aktionen bis hin zu modellhaften Nutzungsvereinbarungen mit den Stadtverwaltungen. Ziel ist es immer geltende Gesetzeslagen zur dauerhaften Nutzung öffentlicher Räume im Sinne der aktuellen Bedürfnisse der Bevölkerung auszulegen. Diese Erfahrungen wollen wir nutzen und im aktiven Austausch mit Serbien, Slowenien und Ungarn an die Rahmenbedingungen in Leipzig abstrahieren und im Rahmen des Projektes erproben. So sind neben den umgestalteten Plätzen selbst in Anlehnung an öffentlichkeitswirksame Aktionen zur Revitalisierung leerstehender Kinos in der Belgrader Innenstadt in Verknüpfung mit lokalen Filmfestivals auch ähnliche Aktionen zur „Demokratisierung“ öffentlicher Raumnutzungen denkbar.

Projektinfo

Zeit: Juni bis Oktober 2014

Ort: Budapest, Leipzig, Novi Sad

Leitung: Anke Schilling

Projektteam:
Sarah Günther
Elisa Satjukow
Zsuzsa Berecz
Dobrica Veselinović
Ljiljana Ŝotra
Nevena Mihić
Dirk Zimmer
Maša Cvetko

Kontakt: 
anke_schilling(at)yahoo.de