Vorwärts in die Vergangenheit

Die Javakhk Hochebene im südlichen Georgien ist seit vielen Jahrhunderten ein Begegnungspunkt von östlichen und westlichen Kulturkreisen, heute jedoch gilt die Region als armenisch-georgisches Konfliktterritorium. Kirchen, Obelisken und historische Bausubstanz sind vom Verfall bedroht, da seitens der Bevölkerung und der Politik wenig Interesse am Erhalt der einzigartigen Denkmäler und Kunstschätze besteht.

Der Dokumentarfilm "Vorwärts in die Vergangenheit" von Varsenik Minasyan möchte dem langsamen Verschwinden armenisch-georgischer Kultur entgegen wirken und das Bewusstsein und die Wertschätzung der Bevölkerung für ihre Denkmäler verstärken.

Die junge armenische Filmemacherin hat mit ihrem Team im Sommer 2012 Georgien bereist und historische Denkmäler wie die St. Hambardzum Kirche besucht, deren Innenraum von Gras überwuchert und als Spielplatz genutzt wird. Ziel war jedoch keine reine architektonische Bestandsaufnahme, sondern der Kontakt mit den Menschen vor Ort, um deren Interesse an den Sehenswürdigkeiten in ihrer Umgebung zu wecken.

In Interviews kommen Armenier und Georgier zu Wort, die Denkmäler werden jedoch unabhängig von ihrer nationalen Zugehörigkeit betrachtet. Vielmehr stehen architektonische und historisch-kulturelle Werte der Bauwerke im Vordergrund. Untermalt werden die Bilder von landestypischer Musik. Der Zuschauer erhält darüber hinaus einen Einblick in Sitten und Gebräuche der Umgebung.

Der Dokumentarfilm "Vorwärts in die Vergangenheit" ist eines der drei Gewinnerprojekte des Wettbewerbs kultur-im-dialog.moe, der im Jahr 2012 zum 5. Mal gemeinsam von der Schering Stiftung und MitOst e.V. ausgelobt wurde.

Projektinfo

Zeit: Mai–August 2012

Ort: Eriwan

Leitung: Varsenik Minasyan

Kontakt: varsenik.minasyan(at)gmail.com

Dokumentarfilm Vorwärts in die Vergangenheit
Teil 1
Teil 2