Mein Temeswar

Temeswar ist eine multiethnische Stadt (rund 300 000 Einwohner) in Rumänien. Drei der dort wohnenden Minderheiten, nämlich die ungarische (24 000 Einwohner), die deutsche (7 000) und die serbische (6 000), haben eigene, bis zum Bacalaureat (Abitur) führende Schulen, in denen in ihrer Muttersprache nach den für ganz Rumänien verbindlichen Lehrplänen unterrichtet wird. (Außerdem gibt es noch eine nennenswerte bulgarische, slowakische und ukrainische Minderheit.)

Historisch entstanden ist diese Vielfalt durch Ansiedlungen unter den Habsburgern nach dem Ende der osmanischen Herrschaft (1718), um das weitgehend sumpfige Banat urbar zu machen, durch die Abwanderung der Ungarn, nachdem das Banat an Rumänien gelangt ist (1919), durch Ansiedlung von Rumänen aus der Nord-Bukowina und aus Bessarabien (heute Republik Moldau) nach 1945, durch die Aussiedlung der Deutschen vor allem nach 1989.

In dem Projekt sollen Kinder unterschiedlicher Ethnien in einem Workshop eine Einführung in das Fotografieren erhalten und dann ihre Heimatstadt in Fotos darstellen; dafür haben sie verhältnismäßig viel Zeit, um einerseits im hoffentlich sonnigen Herbst noch Außenfotos machen zu können, andererseits ihre Bräuche an Weihnachten und Neujahr festhalten zu können.

Etwa 50 Fotos (von 540) werden, viersprachig beschriftet, im Rathaus öffentlich ausgestellt. Die drei SchülerInnen mit den besten Fotos erhalten einen Preis. Mit dieser Ausstellung ist das Projekt abgeschlossen. Im Anschluss daran steht die Ausstellung den beteiligten Schulen zur Verfügung, insbesondere für ihre Fahrten zu ausländischen Partnerschulen.

Zeit: Oktober 2010 - Januar 2011

Ort: Temeswar, Rumänien

Projektleiter: Karl-Ernst Friederich

Projektdokumentation