Chancen- und Krisenraum Ostmitteleuropa

Konferenz & Planspiel mit Teilnehmern aus Deutschland, Rumänien, der Slowakei und Ungarn

Finanzkrise, gesellschaftliche Spannungen, Korruption, Machtgeflechte politischer Seilschaften, ethnische Probleme, Intoleranz, radikaler Nationalismus, Minderheitenprobleme, Antisemitismus? Diese Begriffe dominieren die deutschen Medien der jüngsten Zeit, wenn über die Slowakei, Rumänien und Ungarn berichtet wird. Die Krisenzeichen treten in jeweils länderspezifischer Ausprägung auf, sind jedoch typisch für die gesamte Region. "Was ist los bei Euch da drüben?" - wird zunehmend in Deutschland gefragt.

Das Projektteam "Planspiel Mittel- und Osteuropa" veranstaltet eine Konferenz mit internationalen Experten und ein Planspiel mit jungen Teilnehmern als Plattform für interkulturellen Dialog zwischen Deutschland, Rumänien, der Slowakei und Ungarn. Ziel des Planspiels ist es, gemeinsam Antworten auf Fragen zu finden, die uns in Bezug auf die Region Mittel- und Osteuropa bewegen.

Der Fokus liegt auf den ethnischen, nationalen und religiösen Minderheiten der Region. Armenier, Arumanen, Bulgaren, Csángó, Griechen, Kroaten, Lipowener, Polen, Russen, Rusyn, Serben, Sinti, Roma, Slowenen, Tataren, Tschechen und Ukrainer: all diese Minderheitengruppen leben in der Region und prägen ihre historisch gewachsene, multikulturelle Vielfalt. In allen vier teilnehmenden Ländern leben Minderheiten, die in den Nachbarländern jeweils die Mehrheitsbevölkerung bilden.

Wie ist die Fremd- und Selbstwahrnehmung der Minderheiten in der Region? Wird die jeweilige Minderheit als geschlossen oder als eine von Vielfalt der Standpunkte geprägte Gruppe in der Öffentlichkeit wahrgenommen? Welche Rolle spielt eine Minderheit, die im Nachbarland die Mehrheitsbevölkerung bildet, in den bilateralen Beziehungen der Region? Gibt es Interessenkonflikte der einzelnen Minderheiten mit der jeweiligen Mehrheitsbevölkerung? Wenn ja, auf welche historischen Gründe können sie zurückgeführt werden? Wie ist die Rhetorik dieser Debatten in den einzelnen Ländern? Wie ist der Standpunkt der Europäischen Union zu diesen Debatten? Kann man in der Region autonomistische, Unabhängigkeits- oder separatistische Tendenzen beobachten? Welche Lösungsmodelle stehen zur Debatte?

Diese Fragen werden junge Menschen aus Deutschland, der Slowakei, Rumänien und Ungarn im Dialog mit den eingeladenen Referenten diskutieren.

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Projektinfo

Ort: Berlin

Zeit: 5. bis 6. März 2010

Projektleitung: Anikó Boros

Projektteam: Izabelle Veibel, Marett Klahn, Eva Kullova

Kontakt: anikoboros(at)yahoo.de

Partner:
Collegium Hungaricum Berlin (www.hungaricum.de/planspiel)
Rumänisches Kulturinstitut "Titu Maiorescu" in Berlin
Slowakisches Institut Berlin
Planpolitik GmbH

Einladung zur Konferenz am 5. März: weiter

Ausschreibung & Bewerbung: weiter

Siegerprojekt 2009 im MitOst-Wettbewerb "Bürgerschaft: Europa", der durch die Europäische Union im Rahmen des Programms "Europa für Bürgerinnen und Bürger" 2007 - 2013 gefördert wird.

Projektdokumentation

Fotos