Glücksgrüße von Zuhause

Ende Oktober 2008 findet in einer 8. Klasse des Humboldt-Gymnasiums in Weimar der erste Teil des Kleinstprojektes statt: Innerhalb einer kompakten Unterrichteinheit im Fach Kunst werden etwa 14 SchülerInnen zum Thema "Glück" eigene Arbeiten gestalten. Dazu sollen sich die Jugendlichen über ihre ganz persönlichen Lieblingsorte in Weimar bewusst werden, um diese dann auf Postkarten künstlerisch umzusetzen. Mit Glücksgrüßen von Zuhause und einigen wenigen Zeilen über sich selbst werden die Karten jeweils an eineN SchülerIn der Klasse 5.A des Medelovo gymnázium in Opava/Tschechien geschickt.

Anfang November fährt die Projektleiterin für einige Tage nach Opava und führt an dieser Schule eine entsprechende Unterrichtseinheit mit der Deutschklasse 5.A durch. Die etwa gleichaltrigen tschechischen SchülerInnen werden dann, getreu dem Motto "zu Hause ist es am schönsten", selbst auf die Suche nach ihren Lieblingsorten gehen, um schließlich ihren "Brieffreunden" in Weimar mit den eigenen heimischen Glücksorten zu antworten. 

Am Ende werden die SchülerInnen mit den jeweiligen Ergebnissen der Partnerklasse eine kleine Ausstellung in ihren Klassenräumen aufbauen, um ihr Projekt den Mitschülern, Lehrern und Eltern zu präsentieren.  

Ziel ist es, dass die Schüler beider Städte sich über den Begriff des Zuhauses und der Heimat im Zusammenhang mit dem Thema Glück neu bewusst werden. Die persönlichen Orte, die sie hierbei finden und im Format der Postkarte gestalten, und in die sie sich schließlich selbst bildlich "hineinversetzen", zeigen eine ganz individuelle Sicht auf die eigene und die fremde Stadt. Der Begriff der Ansichtskarte kann gewissermaßen wörtlich verstanden werden: Es geht nicht um zuhauf präsentierte Sehenswürdigkeiten, sondern um geheime Plätze des ganz eigenen Glücks, die das Zuhause ausmachen. ?"Glücksgrüße von Zuhause" möchten aber dennoch geteilt werden. Somit schicken die deutschen Schüler "ein Stückchen Heimat" nach Tschechien, von wo ihnen dann ebenfalls ein tschechischer Glücksgruß antworten wird. 

Zudem können die Schüler die jeweils fremde Stadt auf eine lebensnahe und ihrer jungen Perspektive gerecht werdende Art und Weise erfahren, die vielleicht Interesse auf mehr Austausch weckt. So ist es ein weiteres Ziel, ohne den großen Aufwand eines Schüleraustausches, aber mit einfachen Mitteln und auf ganz persönlicher Ebene Kontakt zwischen deutschen und tschechischen Jugendlichen herzustellen. Besonders für die tschechischen SchülerInnen der grenzfernen Region Nordmähren soll das Projekt den Austausch mit deutschen Gleichaltrigen erleichtern und die Motivation zum Erlernen der Fremdsprache Deutsch, für welche am Mendelovo gymnázium auch das Deutsche Sprachdiplom angeboten wird, fördern. 

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Projektinfo

Ort: Weimar/Deutschland, Opava/Tschechien

Zeit: Oktober/November 2008

Kontakt: katharina.molitor(at)gmx.de

Projektdokumentation