Farbe meiner Heimat

20 Jahre nach dem großen politischen Umbruch in Europa haben sich nationale Symbole und Farben auf Demonstrationen, Behörden und Volksfesten verändert. Durch die Wiedervereinigung, Separation und Europäische Union wurden neue Zeichen gesetzt, Wappen ausgetauscht, Fahnen umgeschneidert, verbrannt oder wieder aus den Kellern hervorgeholt. Im Mittelpunkt unseres Roadmovies soll der Mensch am Unabhängigkeitstag in seiner feiernden, streitenden und verunsicherten Nation stehen.

Anne, Paul und Maja aus dem Projektteam sind im Jahr 1989 geboren. Als sich Europa politisch und geographisch bewegte, lagen alle drei im Kinderwagen ihrer Eltern. Für den noch nuckelnden Homo Europaeus sollte das Leben nach 1989 einfacher, besser, freier und ungefährlicher werden. Aber ein Leben in dauernder Harmonie kann auch erschöpfend und langweilig sein.

Im Film soll gezeigt werden, wie es der Generation 1989 in Europa geht und wo sie in Europa, Chancen und Menschen sieht oder eben nicht sieht. So gibt es, wie es sich für einen Roadmovie gehört, eine Mission zu erfüllen: Die "Transparenta" (siehe Foto) soll auf den Dächern, aus den Autos und auf Demonstrationen der vier Länder wehen und als Zeichen gegen Langeweile und Gleichheit der Formen und Farben gesetzt werden.

Aus der Perspektive der Generation 1989 und der "Transparenta" wollen wir kontrovers in einen Dialog vor und hinter die Kamera treten. Der Film soll als konstruktiver, bewegender und frischer Beitrag in der eingestaubten Europadebatte um Vielfalt, Gleichheit und Gerechtigkeit gelten.

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Projektinfo

Ort: Tallin, Riga, Minsk, Berlin

Zeit: 20. August (Tallin), 21. August (Riga), 25. August (Minsk), 3. Oktober (Berlin)

Dreharbeiten: 19. - 27. August, 3. Oktober

Projektleiter:
Witja Frank

Projektteam: Paul Hartmann, Maja Frank, Anne Kuefner

Homepage: www.labelfucker.com

Kontakt: mail(at)witja.de