Schüleraustausch Polen-Ungarn

"Ungarn und Polen sind zwei Brüder - sie kämpfen gemeinsam und sie trinken gemeinsam Wein." Dieser Vers entstammt den Revolutionsjahren 1848/49, als die Polen den Freiheitskampf der Ungarn unterstützten. Noch immer gilt das Erlernen des kurzen Textes als erster Schritt der Freundschaft, wenn es um persönliche Kontakte zwischen Ungarn und Polen geht. Den Kontakt zwischen beiden Ländern möchten wir auch mit unserem Schüleraustausch-Projekt intensivieren.

Insgesamt ist das Verhältnis zwischen Polen und Ungarn gut. Wir denken jedoch, dass es viel zu wenige Kontakte zwischen beiden Ländern gibt. In diesem Jahr sind zum Beispiel nur zwei ungarische Comenius-Sprachassistenten in Polen tätig, und auch ungarische Erasmus-Studenten zieht es selten nach Polen. Diese Situation zeigt uns, dass das allgemeine Interesse am anderen Land nicht besonders groß ist. 

Ziel unseres Schüleraustauschprojekts ist es, mittels Volksliedern und ?tänzen einen Teil der jeweils anderen Kultur vorzustellen. Dabei arbeiten wir mit zwei Schulen, einem polnischen Lyzeum und einem ungarischen Gymnasium. Ort der Begegnung ist die polnische Stadt Kozieglowy, wohin die ungarische Gruppe mit etwa 40 Schülern anreist.

An vier Tagen studieren die polnischen und ungarischen Schüler gemeinsam Volkslieder ihrer Länder ein. Bereits im Vorfeld wählen die Schüler diese Lieder aus. Ihre Aufgabe während der Begegnung ist es dann, sie den Schülern des anderen Landes zu vermitteln.

Auf dem Programm stehen außerdem ein Volkstanzabend sowie verschiedene gemeinsame Spiele, die ebenfalls schon im Vorfeld vorbereitet werden.

Beim gemeinsamen Erlernen von Liedern und Tänzen sind die Schüler auf die Hilfe der jeweils anderen angewiesen. Wir hoffen, dass sie dadurch einen Teil der Kultur des anderen Landes besonders intensiv erleben und Freundschaften schließen. Unser Projekt ist als Ausgangspunkt eines umfassenderen Schüler- und Kulturaustausches zwischen den beiden Schulen gedacht.

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Projektinfo

Ort: Kozieglowy/Polen

Zeit: 01. bis 05. März 2007  

Projektleiterin: Lilla Zsuzsanna Mohai

Projektteam: Jadwiga Czyz, Marta Jakóbek

Kontakt: Lilla Zsuzsanna Mohai, lilla.mohai(at)gmail.com

Gefördert durch die Robert Bosch Stiftung

Projektdokumentation