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Prisma – Teamentwicklung in interkulturellen Projekten

Grenz- und kulturenüberschreitende Projekte sind im Kulturaustausch oder der Politischen Bildung inzwischen an der Tagesordnung. Prisma ist eine Methode, die es Projektteams ermöglicht, ihre Zusammenarbeit konstruktiver zu gestalten. Sie verbindet Elemente des Projektmanagements mit den Bereichen Teambildung und Kulturdimensionen.

Gruppenprozesse durchlaufen, wahrnehmen, reflektieren – und Regeln für die Kommunikation vereinbaren

An einer konkreten Aufgabe gemeinsam arbeiten – und im Anschluss Arbeitsprozess, Entscheidungsfindung und Kommunikationsverhalten reflektieren. Gemeinsam erlebte, reale Situationen analysieren, statt über das „ideale Team“ zu reden. Die Vielfalt eines Projektteams wahrnehmen, um sie in Zukunft gewinnbringend nutzen zu können.

Teamarbeit – eine Frage der Kultur?

Mit Prisma werden bestimmte Phasen eines Projekts simuliert und anschließend die Erfahrungen der Teilnehmenden ausgewertet. Es werden kulturelle Handlungsmuster diskutiert und hinterfragt und Hintergründe im Bereich Teamentwicklung vermittelt. Ziel ist es nicht nur, die Wahrnehmung für Gruppenprozesse und Selbstorganisation zu stärken, sondern den Teammitgliedern auch Instrumente an die Hand zu geben, Kooperation bewusst zu gestalten. 'Kultur' wird als Dimension ernst genommen, aber eindimensionale Erklärungen vermieden.

Zum Ablauf von Prisma

1. Arbeitsphase: Das Team wird mit einer komplexen Aufgabe konfrontiert, die unter Zeitdruck zu lösen ist (z.B. Konzeptentwicklung und Präsentation). Die Aufgabe wird nicht als Simulation, sondern mit realem Ergebnisinteresse eingeführt. Die Trainer beobachten die Arbeitsphase ohne Intervention.

2. Reflexionsphase: Die Mitglieder teilen ihre Erlebnisse in der Teamsituation mit und rekonstruieren den Arbeitsprozess gemeinsam anhand einer Zeitlinie. Die Teilnehmerperspektive wird dabei durch die Beobachterperspektive ergänzt. Die Trainer lenken die Aufmerksamkeit auf kritische Momente, in denen die Diversität des Teams positiv oder problematisch sichtbar wurde.

3. Transferphase: Das Team diskutiert, welche Schlüsse sich aus der Reflexion für die weitere Teamarbeit ergeben (Rollendefinitionen, Kommunikations- und Entscheidungsmodi, Achtsamkeit gegenüber individuellen und kulturellen Unterschieden etc). Die Trainer begleiten eine Vereinbarung des Teams für die weitere Zusammenarbeit.

Prisma eignet sich für bestehende Projekt- oder Arbeitsgruppen ebenso wie für Einzelpersonen, die im Bereich Projektmanagement arbeiten. Die Methode wird individuell an die inhaltlichen Bedürfnisse der Gruppe angepasst und umfasst mindestens einen halben Tag.

Bisherige Einsatzfelder

  • Midterm-Seminar Politische Bildung in Aktion. Austauschprogramm für junge Fachkräfte aus Mittel- und Südosteuropa - Bundeszentrale für politische Bildung und Robert Bosch Stiftung
  • Fortbildungsseminar Kulturmanager aus Mittel- und Osteuropa. Ein Programm der Robert Bosch Stiftung
  • Grundtvig-Workshop „Mentoren für transnationale Projekte“ - MitOst e.V.
  • Trainingsseminar „Joint Civic Education“ - MitOst e.V.
  • Fortbildung Wissenschaftlicher Mitarbeiter – Humboldt-Universität Berlin

Prisma

Zur ausführlichen Beschreibung der Methode / weiter

Kontakt

Heike Fahrun
prisma(at)mitost.org

Prisma ist eine von MitOst und socius
entwickelte Methode