BoschAlumniForum III

Die demografische Entwicklung in Europa: Kollaps oder Zukunftschance?

2.–4. März 2012 in Dresden

Die demografische Entwicklung mit ihren Chancen und Risiken stand im Mittelpunkt des dritten BoschAlumniForums, das Anfang März 2012 in der sächsischen Landeshauptstadt zu Gast war. 25 ehemalige Stipendiaten der Robert Bosch Stiftung und sechs Referenten hatten sich im Brücke Institut für deutsch-tschechische Zusammenarbeit der Brücke-Most-Stiftung getroffen, um über die Ursachen und die Folgen des demografischen Wandels zu sprechen. Eingeladen hatte der MitOst e.V.

Mit dabei waren Markus Lux (Robert Bosch Stiftung) und Christoph Schulz, der erste Vorsitzende des MitOst e.V., die die Teilnehmer begrüßten. Moderatorin Kristina Wopat kündigte den Hauptreferenten an: In seinem Impulsvortrag unter dem Titel „Das wachsende und das schrumpfende Europa – Auswirkungen für Deutschland“ präsentierte der Demografie-Experte Prof. Dr. Rainer Münz aus Wien Fakten und Meinungen zur demografischen Entwicklung. Er referierte zu rückläufigen Geburtenraten, Migration und deren Effekten auf Wirtschaft und Gesellschaft.

Im Anschluss stellte Dr. Ingrid Jungwirth vom Institut für Sozialwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin ihre Thesen zu Migrantinnen auf dem deutschen Arbeitsmarkt vor. In den folgenden Arbeitsgruppen diskutierten Teilnehmer und Referenten und präsentierten die Ergebnisse dieser Runden.

Im Turmcafé der Technischen Sammlungen wurde am Samstagabend dann zum Ende des ersten Forumtages gegessen, getrunken, gefeiert und getanzt.

Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Praktiker: Drei Experten, die in und um Dresden im Tagesgeschäft mit den Herausforderungen des demografischen Wandels konfrontiert werden, erzählten aus ihrem Arbeitsalltag. Dr. Asad Mamedow vom Ausländerrat Dresden e.V., Dr. Helga Gantz von der SAS Regional-, Verkehrs- und Umweltforschung GbR Dresden und der Bürgermeister von Königsbrück Heiko Driesnack berichteten, mit welchen Ansätzen sie einer schrumpfenden Bevölkerung, einem sich ändernden sozialen Gefüge und den Problemen von Migranten in Deutschland begegnen. Der Sonntag endete mit einem Stadtrundgang durch Dresden.

Organisiert hatten das BoschAlumniForum III Maike Lindner, Dirk Bretschneider, Kathrin Tittel, Robert Zeißig und Cornelia Riedel – Ehemalige des Lektorenprogramms der Robert Bosch Stiftung.