Programm
Das Theodor-Heuss-Kolleg fördert junge Menschen, die sich gesellschaftlich engagieren wollen. Sie kommen aus über 20 Ländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas, der GUS sowie dem deutschsprachigen Raum. Ein zentraler Baustein des Kolleg-Konzeptes ist es, die Stipendiaten über die Ermöglichung eigener, selbst organisierter Projekte zu fördern. Das beginnt beim Finden der richtigen Idee und wird über Beratung, Fortbildung und die Förderung eines ehrenamtlichen Projektes fortgeführt.
Alumni des Theodor-Heuss-Kolleg
Aus den mittlerweile 10 Programmjahrgängen sind über 1000 Kollegiaten aus dem internationalen Kolleg hervorgegangen. Darunter sind etwa 300 Alumni in einer Yahoogroup registriert. Die Altersspanne der Ehemaligen wird von Jahr zu Jahr größer ― Kollegiatinnen und Kollegiaten aus den ersten Jahrgängen sind zum großen Teil bereits um die 30 Jahre alt und berufstätig, die jüngsten sind 10–12 Jahre jünger, studieren noch und haben keinen festen Job. Die Alumni haben also sehr unterschiedliche Lebensphasen und entsprechend unterschiedliche Interessen und Bedürfnisse. Weiterhin (anders als z.B. ehemalige Boschlektoren, VmSler oder RBSG Kulturmanager) leben sie zwischen Deutschland und Wladiwostok, viele haben dabei noch kein festes oder nur ein geringes Einkommen, was gemeinsame Aktivitäten und Treffen auf Grund der hohen Reisekosten erschwert. Außerdem sind viele nach dem Kolleg noch in einem Alter, wo sie Angebote anderer Förderer, anderer Programme und Institutionen in Anspruch nehmen kann. Darauf weist auch die THK-Verbleibstudie (2006) hin:
„Im Ausland lebten 30% der Befragten, das Studium war dabei die Hauptmotivation.“
Nach dem Kollegjahr erwartet die Alumni in Programm und Verein ein vielfältiges Angebot:
Viele Alumni sind bei MitOst aktiv. Die meisten identifizieren sich auch stark mit dem Programm und/oder mit MitOst. Darüber hinaus gibt es auch immer mehr Alumni aus den regionalen Kooperationen in Russland, der Ukraine und dem Südkaukasus, deren Alumniarbeit weiter auf- bzw. ausgebaut wird.
Ziele
Identität: Die ehemaligen Kollegiaten sollen sich nach dem abgelaufenen Kollegjahr mit der Alumnigruppe identifizieren und sich als Theodor-Heuss-Kolleg-Alumni angesprochen fühlen.
Vernetzung: Die Alumniarbeit soll der weiteren programminternen, jahrgangs- und programmübergreifenden Vernetzung innerhalb des Vereins und mit anderen Institutionen dienen.
Weiterqualifizierung: Die ehemaligen Kollegiaten organisieren eigenständig Weiterbildungsangebote, indem sie ihre eigenen Qualifikationen an die Alumnigruppe weitergeben bzw. externe Referenten einladen. Die Weiterbildungen können in allen Bereichen stattfinden, die für ihr Berufsleben, die Vereinsarbeit und soziales Engagement relevant sind.
Aktiv bleiben: Die Alumni sind auf dem Laufenden, was im Programm und im Verein passiert und bringen sich in die Programm- sowie Vereinsarbeit ein. Sie werden über relevante Veranstaltungen informiert.
Umsetzung
Aktivitäten und Projekte: Die Alumni unternehmen gemeinsame Aktivitäten und organisieren Projekte, in denen die oben genannten Ziele der Alumniarbeit realisiert werden. Die Formen der Aktivitäten und Projekte sind vielfältig und von der Kreativität der Organisatoren abhängig. Dabei sind die Unternehmungen generell offen für alle Alumni des Theodor-Heuss-Kolleg. Bei kostenpflichtigen Projekten werden die Vereinsmitglieder unter den Alumni allerdings bevorzugt, denn ihr Mitgliedsbeitrag an MitOst e.V. trägt wesentlich zur Finanzierung bei und macht so eine kontinuierliche Alumniarbeit erst möglich. Die Alumniaktivitäten und Projekte können auch offen für andere Alumnigruppen konzipiert werden. Anders als bei anderen Alumni-Gruppen neigen die Alumni des Theodor-Heuss-Kolleg dazu. Treffen, Stammtische, Diskussionsrunden usw., die von den Alumni durchgeführt werden, sind meist für alle Alumni aus anderen Programmen und oft auch für Nicht-Alumni und Nicht-MitOstler offen...
Mehr Informationen zum Konzept der Alumniarbeit finden sich hier zum herunterladen als PDF.