Alumnitreffen in Kalinigrad 23. - 26. April 2009

Programmübersicht

23.04.2009    

Anreise nach Swetlogorsk, Eröffnung des Treffens


24.04.2009

Kaliningrad: Kaliningrader Staatliche Technische Universität (KSTU), Europainstitut Klaus Mehnert (EIKM), Stadtbesichtigung

Swetlogorsk: gemeinsamer Grillabend


25.04.2009

Kurische Nehrung (UNESCO-Welterbe)

Swetlogorsk


26.04.2009

Evaluation und Abschluss des Treffens, Abreise

 

Informationen zu den Orten und Ausflugen


Swetlogorsk

Swetlogorsk (russisch Светлогорск, deutsch Rauschen, polnisch Ruszowice) ist ein Badeort an der samländischen Ostseeküste im Rajon Selenogradsk. Bis 1945 gehörte die Stadt zum Deutschen Reich.


Rauschen wurde 1258 als Rusemoter im Urkundenbuch des Bistums Ermland urkundlich erwähnt. Die Siedlung Rusemoter hat vermutlich dort gelegen, wo sich heute das Südufer des Mühlenteiches erstreckt. Der Mühlenteich selbst wurde erst später unter der Herrschaft des Deutschen Ordens angelegt. Diese stauten den Katzbach, um am Nordostufer des so entstandenen Mühlteiches eine Wassermühle zu betreiben. Diese Mühle war die größte des Samlandes. Von der Mühle ist nichts mehr erhalten, aber es steht noch eine 400-jährige Linde am Ostufer des Sees. An seinem Rand entstand Alt-Rauschen.


In Swetlogorsk ist umfangreiche Bausubstanz aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert erhalten, insbesondere im Stil ostseetypischer Seebäderarchitektur, die neben neuerbauten Ferienvillen und Hotels das Ortsbild prägt. Wahrzeichen der Stadt ist ein Wasserturm aus deutscher Zeit, der heute gemeinsam mit dem Nachbargebäude in ein Warmbad beherbergt. Hauptattraktion ist und bleibt der Ostsee-Sandstrand, der seit dem 19. Jahrhundert bis heute Ströme von Touristen und Kurgästen in den Ort lockt. Täglich besuchen mehrere zehntausend Besucher den Strand von Swetlogorsk.


Kaliningrad

Калининград (bis 1946 Königsberg) ist die Hauptstadt der Oblast Kaliningrad, einer russischen Exklave zwischen Polen und Litauen mit Zugang zur Ostsee. Königsberg war die Hauptstadt Ostpreußens im Deutschen Reich und gehörte von 1945 bis 1991 zur Sowjetunion. Die Stadt ist Verkehrsknotenpunkt sowie Wirtschafts- und Kulturzentrum mit Universitäten, Hochschulen, Forschungsinstituten, Theatern und Museen.


Kaliningrad ist die westlichste Großstadt Russlands. Sie befindet sich am Fluss Pregel (Pregolja), der durch Kaliningrad fließt und westlich der Stadt ins Frische Haff (Kaliningradski saliw) mündet.


Das Gebiet der Stadt Kaliningrad gilt zwar als bereits seit 3000 v. Chr. besiedelt, aber erst 1242 gründeten Lübecker Kaufleute nachweisbar einen ersten Handelsstützpunkt. 1231 begann der Deutsche Orden mit der Eroberung des von den Pruzzen bewohnten Landes, 1255 errichtete der Orden eine Burg namens Conigsberg. Damit begann eine ca. 700 Jahre lange Geschichte als Königsberg (Preußen).


Obwohl die Stadt im Krieg zerstört wurde, besitzt sie sehenswerte Bauwerke und Denkmäler. Hinter dem Königsberger Dom (einziges Gebäude von der alten Innenstadtbebauung), der auf der Kantinsel (früher Kneiphof) steht, befindet sich das Grab des berühmten Philosophen, Immanuel Kant.


Kurische Nehrung

Die Kurische Nehrung ist ein 98 km langer Landstreifen (bzw. Halbinsel) zwischen Klaipėda und Lesnoje, von dem heute 52 km zu Litauen und 46 km zu Russland gehören. Die Nehrung besteht ausschließlich aus Sand mit riesigen Wanderdünen, die in den vergangenen Jahrhunderten, nach der Abholzung in der frühen Neuzeit, immer wieder Ortschaften unter sich begruben. Die Große Düne bei Nidden (litauisch Nida), eine der größten Dünen Europas, wird auch die ostpreußische Sahara genannt.


Die breiteste Stelle der Nehrung mit 3,8 km befindet sich beim Bulvikio ragas, 4 Kilometer nordöstlich von Nidden. Die schmalste liegt bei der Siedlung Lesnoje und ist 380 m breit. Im Jahr 2000 wurde die Kurische Nehrung von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Die Kurische Nehrung wurde von Alters her vom Volksstamm der Kuren besiedelt, unterbrochen von rund zwei Jahrhunderten, in denen sie bis auf wenige Familien nach Norden abgewandert waren.


Die russische Seite der Nehrung steht unter Naturschutz (Nationalpark Kurschskaja Kossa).

Sehenswürdigkeiten: Epha-Düne (km 43 – 44), Aussichtspunkt Dünengebiet (km 42.2), Mittleres Dünengebiet (km 38.0 – 42.5), Vogelwarte in Rybatschi (km 34), die älteste Vogelwarte der Welt, Bruchberge Müllers Höhe (Gora Krutaja, km 32.1 (Meereseite)),  Südliches Dünengebiet (km 19.3 – 30.5), Nehrungsmuseum (Musei Lessa, km 15).

 

Projektleitung: Katja Lapshinova-Koltunski

 

Galerie 2009