Zwischen Welten - Bericht Phase I

Teaser
In einer Kombination aus dokumentarischem Porträt und monatlichen Diskussionsrunden soll der Frage nachgegangen werden, welche Erfahrungen junge Menschen in unserer globalisierten Zeit mit Sprachen, anderen Kulturen und dabei auch mit sich selbst machen.

Teilnehmer

Für die Diskussionsrunden wurde per E-mail über die Alumni-Group des Theodor-Heuss-Kollegs und auch andere Verteiler geworben. Teilnehmen durfte jede und jeder. Meist handelte es sich bei den durchschnittlich fünf Teilnehmern um junge Menschen zwischen 20 und 30, die entweder noch studieren oder studiert hatten und größtenteils Erfahrungen mit Auslandsaufenthalten haben. Darunter waren meist auch 2 oder 3 Alumni des Theodor-Heuss-Kollegs.

Inhalte des Projekts

Ende September haben fünf junge Menschen die Seminarleiterausbildung des Theodor-Heuss-Kollegs begonnen. Einer von diesen, Maxim Stepanow aus Jekaterinburg, ist seitdem der Protagonist eines Dokumentarfilmes, der zeigen soll, wie junge Menschen mit den Herausforderungen, Chancen und Widersprüchen interkultureller Erfahrungen umgehen. Dazu wurde Maxim Stepanow am Anfang (November 2007) und am Ende (Februar 2008) seines Auslandssemester in der deutschen Stadt Kassel besucht, zu Weiterbildungen und Treffen im Rahmen der internationalen Seminarleiterausbildung begleitet (im September und Februar), sowie auch die Rückkehr in seine Heimatstadt Jekaterinburg und sein Alltag vor Ort dokumentiert (März 2008). Mit den Mitteln der teilnehmenden Beobachtung, des filmischen Nachvollziehens von Alltagssituationen und mit Hilfe von Interviews wurden der Protagonist und die Auswirkungen seiner interkulturellen Erfahrungen auf ihn untersucht.
Parallel dazu wurden monatlich Diskussionsrunden zu Teilbereichen des Oberthemas in Berlin, Kassel, Jekaterinburg und Omsk durchgeführt. Ausgehend von Fragen zu Heimat, Fremde, Sprache, Heimat und Ausland wurden hier Erfahrungen ausgetauscht und persönliche wie allgemeine Probleme diskutiert. Methoden waren dabei unter anderem Selbstreflexion, das Erzählen fiktiver Geschichten, die Oxforddebatte, das Diskutieren von Aphorismen und das Basteln von Collagen.
Das Material, welches bei der filmischen Dokumentation der Diskussionsveranstaltungen entstanden ist, wird ebenso im endgültigen Film verarbeitet werden, wie die Interviews, die im März in Jekaterinburg, Tjumen und Omsk mit der Familie von Maxim, Deutschen, die in Russland leben und einem weiteren Alumnus des Theodor-Heuss-Kollegs entstanden sind.

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Projektinfo

Zeitraum: September 2007 bis April 2008

Orte: Berlin, Brieselang, Potsdam, Kassel, Zauchensee, Prag, Jekaterinburg, Tjumen, Omsk

Projektleiterin: Stefanie Trambow

Projektteam: Maxim Stepanow, Evgeniya Kabanova, Sarah Sauer, Erik Malchow, Benjamin Behrensmann, Sergej Lapshin

Mentorinnen:
Barbara Keifenheim (Filmemacherin und Professorin für Visuelle Anthropologie in Frankfurt/Oder)
Tabea Sternberg (Filmemacherin)


Partner / Förderer / Drittmittel
Theodor-Heuss-Kolleg: Unterstützung bei der Planung und Durchführung der Projektteile, die mit der Seminarleiterausbildung zu tun hatten, Kameraverleih
Europa-Universität Viadrina: Ausleihe von Technik
Café Glutrosa Seegras
Schaltzeit GmbH
Evangelische Studentengemeinde Kassel
Kulturverein Kinski e.V.
Staatliche Universität Jekaterinburg
Zentrum für Deutsch in Omsk, Partner des Goethe Instituts: Zurverfügungstellung eines Raumes für die Diskussionsrunden