Alumni im Portrait

Anja Lepple, Stuttgart

Lektorenprogramm (1993/1994, Pilotphase)

Derzeitige Tätigkeit & aktuelle Projekte: seit 1997 Angestellte bei der Robert Bosch GmbH, Schwerpunkte: Führungskräfteentwicklung und Verbesserungsprozesse, momentan in Elternzeit.

Was hat die Programmteilnahme für dich bedeutet? Der erste Job nach Abschluss des Studiums war eigentlich als „Überbrückung“ bis zum Beginn des DAAD-Lektorats gedacht, doch als das Bosch-Lektorat sich dem Ende näherte, war daraus viel mehr geworden, und ich hätte gerne verlängert. Tschechien war damals noch ziemlich im Umbruch, alles war neu, anders und fremd im „Osten“ – und vor allem in ständiger Veränderung.

Was ist dir noch besonders im Gedächtnis, wenn du an deine Stipendienzeit denkst? Ganz verschiedene Dinge: Besonders wertvoll war, dass ich in einer tschechischen Gastfamilie leben durfte und so  tiefe Einblicke in die Kultur, Geschichte, Tradition und Bräuche des Landes erhalten habe. Meine Gasteltern vermittelten mir auch im Alltag sehr anschaulich und lebendig die tschechische Küche, die Musik, Spiele und gemeinsamen Hausmusikabende mit Freunden. Den Kontakt zu „meiner“ Familie pflege ich noch heute.

Zehn Jahre nach meinem Lektorat war der Sonderzug von Berlin nach Krakau für mich ein eindeutiges Highlight. Auf der Zugfahrt habe ich einige alte Kolleginnen und Kollegen wieder getroffen, und gemeinsam ließen wir die Vergangenheit noch einmal Revue passieren. Das war ehrlich toll.

Was wünschst du dir von deinem Alumniverein? Miteinander in Kontakt bleiben, das gemeinsame Interesse an Süd-Ost-Mitteleuropa bewahren und gestalten, beispielsweise durch gemeinsame Veranstaltungen wie den MitOst-Salon, das Netzwerk pflegen. 

Ausbildung

Studium Germanistik und Philosophie; 1993-1997: Boschlektorat und DAAD-Lektorate (Mumbai, Sibiu)

Engagement

Lektorat an der Pädagogischen Hochschule in Hradec Králové/Königgrätz, Tschechische Republik

Ehrenamtliche Tätigkeiten im Elternbeirat des Kindergartens und im Vorstand der Kinder- und Jugendfarm