CitizensLab

Als europäisches Netzwerk lokaler Akteure des Wandels zielt CitizensLab darauf ab, aktive Bürger aller Sektoren, die sich mit Leidenschaft für ihre Nachbarschaft einsetzen, miteinander zu verbinden. Als Ehrenamtliche oder im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit finden sie auf lokaler Ebene innovative Lösungen für Herausforderungen vor Ort. CitizensLab bietet ihnen eine Möglichkeit, sich im Austausch mit anderen Initiativen weiterzuentwickeln und gemeinsame Aktivitäten anzugehen. 

CitizensLab wird von MitOst in Zusammenarbeit mit der der Robert Bosch Stiftung umgesetzt. In der Pilotphase gehörten zudem die Stiftung Mercator und die European Cultural Foundation zu den Partnern.

Werde Mitglied des CitizensLab!

Der Call for Application für MitOst-Mitglieder, am 4. Forum Meeting teilzunehmen und Mitglied des CitizensLabs zu werden, läuft noch bis zum 11. Februar.

 

Projektphasen

Konzeption
Während des Kick-Off-Meetings in Berlin im Juni 2016 wurde der Grundstein für das CitizensLab-Netzwerk gelegt, in dem Bürger zusammenkommen und in Verbindung treten können, die lokal für gesellschaftlichen Wandel aktiv sind. Die Mitglieder des Netzwerks tauschen Wissen aus und lernen im Sinne eines Peer-to-Peer-Ansatzes voneinander, um die Qualität und die Wirkung ihrer lokalen Arbeit zu erhöhen. Das gesamteuropäische Netzwerk kann auch genutzt werden, um politische Entscheidungsprozesse auf verschiedenen Ebenen zu beeinflussen.

Auswahlprozess: 
Experten aus verschiedenen Sektoren (z.B. Praktiker*innen, Community Artists, Aktivist*innen, Sozialunternehmer*innen, Wissenschaftler*innen, Politiker*innen) wählten in einer ersten Runde 34 Mitglieder des CitizensLab-Netzwerks aus. In einer zweiten Auswahlrunde im Februar 2017 wurden 22 weitere aktive Bürger Teil des Netzwerks.

Kick-off in Berlin und Aufbau einer partizipativen Struktur: 
Das Kick-Off Meeting fand vom 23. bis 26. Juni 2016 in Berlin statt. Vier Tage experimentierten die Mitglieder des neuen Netzwerks mit partizipatorischen Ansätzen, die sie auch aus ihrer lokalen Arbeit kennen. In selbst organisierten Arbeitsgruppen tauschten sich 34 Akteure aus der Zivilgesellschaft, Verwaltungsmitarbeiter*innen, Sozialunternehmer*innen und einige Journalist*innen über die möglichen Ziele und Visionen dieses neuen Labors für Kollaborationen aus. In einem parallelen Online- und Offlineprozess wird seitdem die partizipatorische Struktur des Netzwerks weiterentwickelt und der Austausch über gemeinsame Werte fortgesetzt. 

Capacity Building und Experimentieren beim zweiten Netzwerktreffen
Neue und alte CitizensLab-Mitglieder kommen vom 8 bis 11. März in Brüssel zusammen, um Wissen und Erfahrungen auszutauschen sowie um den Zusammenhalt innerhalb des Netzwerks zu stärken. Im Sinne einer Community of Practice teilen die Teilnehmer Methoden und entwickeln in thematischen Labs zu Demokratie, Inklusion, urbaner Transformation, Kultur und Kunst sowie Bildung translokale Experimente. Neben der gemeinsamen Planung konkreter Aktionen ist Capacity Building ein wichtiger Bestandteil des Treffens. In einer Reihe von DialogueLabs führen die CitizensLab-Mitglieder Gespräche mit externen Experten zu EU-Entscheidungsprozessen, der sich wandelnden Rollen von Zivilgesellschaft und Medien sowie zu Advocacy auf lokaler, nationaler und supranationaler Ebene. Mit ihren Aktivitäten arbeiten die CitizensLab-Mitglieder darauf hin, gemeinsam eine partizipative, plurale und verantwortungsvolle Gesellschaft in Europa zu gestalten.

Voneinander lernen, Erfahrungen teilen

Das CitizensLab experimentiert mit einem 'Lab Approach' und setzt sich damit für Gesellschaften in Europa ein, die partizipativer, vielfältigere, transparenter, integrativer und demokratischer sind. Um das Netzwerk mit Leben zu füllen, sind die Mitglieder in folgenden Bereichen aktiv:   

  • in Forum Meetings kommen CitizensLab-Mitglieder zusammen, um sich auszutauschen, zu diskutieren und gemeinsam zu gestalten
  • während der Mobilities, besche sich die Mitglieder gegenseitig in ihrem lokalen Kontext und rufen translokale Initiativen ins Leben
  • in Prototypen experimentieren sie mit Ideen und Ansätzen, die ein neues System hervorbringen können
  • auf einer Online Plattform tauschen sie Informationen aus, treten in den Dialog, treffen kollektiv Entscheidungen und halten Webinare und Telekonferenzen ab
  • auf einer Website teilen sie Informationen und Geschichten

 

Wofür ein europäische Netzwerk lokaler Akteure des Wandels?

Die Europäische Union wurde seit ihrer Gründung von einer kritischen und konstruktiven Zivilgesellschaft begleitet und gestaltet. Neben den europaweit agierenden Organisationen und Netzwerken sowie den europäischen Think Tanks gibt es eine starke Zivilgesellschaft, die sich vordergründig nicht für Europa bzw. die Europäische Union einsetzt, sondern für konkrete Ziele vor Ort.

Lokale Initiativen haben dabei das Potential soziale Innovationen voranzubringen und gleichzeitig sozialen Wandel und Transformationen der institutionellen Rahmenbedingungen auf lokaler und nationaler Ebene zu bewirken. Diese Errungenschaften auf lokaler Ebene können dann auf die europäische Ebene ausstrahlen. Das persönliche Engagement dieser Bürger ist von einem Verantwortungsgefühl für das Gemeinwohl getragen, stärkt die Solidarität unter Bürgern und damit die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft. 

CitizensLab ist eine konkrete Möglichkeit, Akteure des Wandels als Multiplikatoren zu stärken, die lokale Wirkung ihrer Arbeit zu erhöhen und sie in einer europäischen Bewegung zu vernetzen.

Kontakt

Alice Priori
Programmleiterin
Alice.priori(at)mitost.org
T +49 (0)30/ 31 51 74 87

CitizensLab Website

CitizensLab auf Facebook

Who is who im CitizensLab
Mitgliederliste 2016/17

Bewerbungsformular 
für das 4. Forum Meeting
12 - 15. April 2018
in Italien, Rumänen oder Slowenien
Bewerbungsfrist 11. Februar 2018

 

Information über CitizensLab-Partner: 
www.bosch-stiftung.de
www.stiftung-mercator.de
www.culturalfoundation.eu

Partner

Partner in der Pilotphase