Studierendenprojekt Grenzorte-Grenzreisen



Unterricht, Reise, theatralische Erfahrung und Grenzseminar zum Thema Grenze (PL-UA-D)

  1. Vorbeireitung an den Hochschulen im Schuljahr 02/03
  2. Reise in die Ukraine Anfang Mai 2003
  3. Danach Reise nach Krakow (Theaterworkshop) und Agnetendorf (Konferenz im Gerhard Hauptmann Haus)

Projektbeschreibung

Was sind Grenzen? Wo sind Grenzen? Und wie werden Grenzen erfahren und wahrgenommen?
Diese drei Fragen sind die thematischen Leitgedanken des deutsch- polnisch- ukrainischen Studierendenprojekts „Grenzen“, das im Studienjahr 2002/ 2003 an den
Universitäten und Lehrerausbildungsstätten in Chelm, Poltawa, Ushgorod und Rzeszów grenzüberschreitend stattfinden wird.
Ziel des Projekts ist es, territoriale Grenzziehungen zu perspektivieren und in ihren geografisch- politischen, mentalitätsspezifischen und historischen Dimensionen zu erarbeiten. Gerade die Alltäglichkeit von territorialen und mithin markierten sichtbaren Grenzen wird dabei zum Anlass genommen, diese den unterschiedlichsten, auch nicht sichtbaren Grenzen gegenüberzustellen. In diesem Sinne werden Fragen von Alterität und Identität nicht nur vor dem Hintergrund staatlicher Grenzen verhandelt, sondern auch mit Blick auf Grenzziehungen in Sprache und Kultur. Studierende der Universitäten und Lehrerausbildungsstätten in Chelm, Poltowa, Ushgorod und Rzeszów werden in lokalen Gruppen verschiedene Aspekte des Grenz-Phänomens erörtern, erleben und erarbeiten. Wichtig ist dabei, dass dies nicht nur kognitiv, sondern auch affektiv geschieht. Eine Grenzreise, ein Theaterworkshop zum Grenzphänomen und ein Seminar im Gerhard Hauptmann Haus sind die Hauptkomponenten dieses Projekts.

Das Oberthema Grenzen wird anhand folgender Diskussions- und Arbeitsfelder konkretisiert:

  1. historische, wirtschaftliche und politische Dimensionen der Grenze
  2. nationale, ethnische und religiöse Grenzen
  3. die fremde Grenze - die Grenze in mir
  4. Grenzen in Theater und Literatur

Inhaltliche Ziele:
- das Phänomen "Grenze" soll in seiner Vielschichtigkeit verdeutlicht werden
- Förderung der interkulturellen Kompetenzen durch trinationale Teamarbeit
- Beitrag zur Vernetzung der mittelosteuropäischen Universitäten
- Konfrontation unterschiedlicher Fremd- und Selbstbilder durch Delokalisation

Partner

  • Pädagogische Hochschule, Chelm
  • Gerhart- Hauptmann- Haus, Jelenia Góra
  • Universität Rzeszow
  • Theaterstiftung Laznia, Krakow
  • PTTK; Polnischer Tourismus- Verband
  • Goethe- Institut Krakau und Kiew
  • Villa Decius Krakau
  • Universität Poltawa
  • Universität Ushgorod

 

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