6. Internationale Sommerakademie Mezium Rychnov 2004



Die beiden Projektleiter
Die beiden Projektleiter

17. Juli bis 8. August 2004 in Pecin und Rychnov nad Kneznou, CZ

Teilnehmeranzahl:

ca. 130 (einschließlich Tagesteilnehmer), hinzu kommen ca. 70 Workshopleiter, Dolmetscher, Organisatoren, Musiker, Hilfskräfte, wobei alle genannten gleichzeitig auch Teilnehmer waren, da sie für ihre Leistungen die Teilnahme an Workshops und kulturellen Veranstaltungen frei hatten und das auch nutzten. An den kulturellen Veranstaltungen und zum Teil auch an den Workshops nahmen auch ca. 15 Personen des parallel laufenden Projektes Fremdsprache=Fremdkultur teil. Zu guter Letzt sollen noch die 4 Praktikantinnen des THK genannt sein.

Projekt gefördert aus den Mitteln:

  • Robert Bosch Stiftung
  • Tschechisch-Deutscher Zukunftsfond Prag
  • Bezirksamt Hradec Kralove
  • Stadt Rychnov nad Kneznou
  • Projekthaus Pecin im Adlergebirge
  • und andere

Projektkurzbeschreibung

3 Wochen Sommerakademie mit Teilnehmern aus 20 Ländern in 35 Workshops und Sprachkursen mit 12 zusätzlichen Veranstaltungen, eine Grenzerfahrung, die Grenzen verwischen läßt. An Wunder grenzte die angenehme Botschaft: Visagebühren-befreite russische Teilnehmer, was deren Reisespaß erhöhte. Kamila Nevludova, Fremdsprachen-Projektleiterin fand bei höchsten Landesvertretern Gehör mit der Bitte einer verständigen freien übersetzung nach Tschechien.

Der Passweg war leider nicht für alle ein Höhepunkt:

Teilnehmer aus Armenien, Kasachstan scheiterten am Haufen Fahrgeld, was ihre Entfernung bestätigte. Auch sibirische Reisekosten verbannten potentielle Meziumteilnehmer.

Ein bares Wunder ist, dass beide Projekte überhaupt eine Stätte fanden. Mit insgesamt ca. 200 Beteiligten kosten Wunder bares Geld, Dank der Robert Bosch Stiftung, die den größten MitOstprojekten Starthilfe in den Wettkampf um Fördermittel gewährte, siegte Mezium bei Tschechisch-Deutscher Zukunft in Prag, in der Stadt Rychnov im Bezirk Hradec Kralove unter Schirmherrschaft des deutschen Botschafters Dr. Libal in einem Boot sitzend.

Mezium e.V. und Projekthaus Pecin am Fuße des Adlergebirges bemühte sich um gezielte Orientierung der vielen Teilnehmer im Chaos mithilfe von Tollmatchern, THK-Praktikantinnen und einem Infozentrum. Teilnehmer, die versuchten, an mehr als 15 Workshops zugleich teilzunehmen, stießen an ihre Schlafgrenzen und träumten von unmöglicher Organisation. Dabei wird bei solch umfangreichem Organisationsaufwand die Tatsache, dass jeder satt wurde, ein eigenes Bett hatte und gar zum Abschluß die Schlacht am kalten Buffet in ein friedliches ervolkreiches Schmatzen mündete, zum Ohrenschmaus. Zwischen den Prost-Mahlzeiten ein Sprachenwirrwarr, Konzerte und ...

welche Workshops stattfanden, kann man nachlesen: www.mezium.e-rychnovsko.cz

Neu waren Clownerie, Gesang, Kung Fu sowie der Kommunikationsworkshop mit kaltblütigen (Pferden).

In der MitOst-Geschäftsstelle kann man sich eine CD mit ca. 1000 im Fotoworkshop entstandenen Fotos ansehen und nicht unerhört sollte auch die dort vorhandene CD sein, auf der Mitschnitte von Veranstaltungen und Konzerten im Musikstudio Mezium entstanden. Zu verweisen wäre auch auf einen Bericht in der Herbstausgabe 2004 MitOst-Magazin.

Als der Hauptorganisator ein Interview im Fernsehen hatte, wurde festgestellt, dass Mezium ins Buch der Weltrekorde gehöre. Es wurde gesagt, dass keine Veranstaltung bekannt wäre, auf der drei Wochen lang so viele Workshops mit Teilnehmern aus so vielen Ländern stattfänden.

Wie hat sich das Team auf das Projekt vorbereitet

Das Team hat sich sehr langfristig vorbereiten müssen. Ein solches Projekt braucht ein Jahr Vorbereitungszeit. Langfristige Projektanträge, Absicherung der Räumlichkeiten, Werbung sind Sachen, die man nicht ein paar Monate vor Projektbeginn anfangen kann. Trotz langjähriger Erfahrungen mit diesem Projekt, kommen auch immer wieder neue oder auch unerwartete Arbeiten hinzu. Die Teilnehmeranzahl war begrenzt auf 120, was zusammen mit dem "Personal" von der Kapazitätsgrenze bestimmt war.

Inhaltliche Arbeit war auf folgende Ziele gerichtet:

  • Wir wollten so international wie möglich sein.
  • Gestalten von gemeinsamen Erlebnissen durch gemeinsames Schaffen in über 30 Workshops, bei Abendveranstaltungen
  • Vervollkommnung der Sprachkenntnisse aller Beteiligten durch praktische Kommunikation und mithilfe von Sprachkursen in 4 Sprachen

Es gab keinerlei Beschränkungen bei der Teilnehmerauswahl außer Sprachkenntnisse einer Fremdsprache und man mußte Deutsch oder Tschechisch können.

Am wichtigsten ist bei einem solchen Projekt eine langfristige Werbung und die Kommunikation mit potentiellen Teilnehmern. Es kamen monatelang Anfragen aus aller Welt, die sorgfältig beantwortet werden mußten. Wir haben über 9000 E-Mails in unserer Post abgelegt. Eine gewaltige Arbeit war die Kommunikation mit den Teilnehmern aus visapflichtigen Ländern; Einladungen offizieller Art gezielt zu verschicken und die (erfolgreiche) Verbindungsaufnahme mit entsprechenden Botschaften, um Teilnehmern die Visagebühren und vor allem tagelange Wartezeiten vor den Botschaften) zu erlassen. Wir haben es überhaupt erstmals erreicht, mehr als nur 2 Teilnehmer aus visapflichtigen Ländern zu haben.

Wie haben sich die Teilnehmer auf das Projekt vorbereitet

Die Teilnehmer haben Kontakt mit uns aufgenommen und auf der Webseite wurden sie informiert, welche Voraussetzungen für die einzelnen Kurse und Workshops nötig waren. Da wir aber alles nicht für Profis organisieren, aber eben für Leute, die etwas neues ausprobieren wollen und sonst nicht die Möglichkeiten haben, haben die Teilnehmer im Vornherein nicht so viele Vorbereitungen zu treffen. Die Sommerakademie hat 3 Wochen gedauert, eine intensive Zeit ... insofern eine Vorbereitung auf die Zukunft. Denn viele Teilnehmer haben etwas kennen gelernt, was sie in Zukunft weiter entwickeln wollen.

Programmerstellung

Für die zahlreichen Veranstaltungen wurde ein Zeitplan aufgestellt, der es Teilnehmern ermöglichte, an mehreren Workshops teilzunehmen. Wir haben an Ort und Stelle ein Infozentrum mit 7 Mitarbeitern aufgebaut, wo es Computer, Drucker, Infoblätter, Wandzeitung und auch Stadtpläne, Landkarten und Umgebungsbeschreibungen gab. Dort konnten die Teilnehmer ihre Fragen loswerden und sich registrieren. Außerdem gab es noch unser komplett eingerichtetes Mezium-Büro mit einer Galerie. Dorthin konnte man sich wenden mit individuellen und speziellen Fragen und dort gab es auch die Möglichkeit, in dringenden Fällen, schnell ins Internet zu kommen.

Durchführung des Projektes

Wenn so viele Sachen zur selben Zeit stattfinden, muß ein Team enorm gut zusammenarbeiten und die Kommunikation untereinander muß hervorragend klappen. Alle Probleme, die es bei einem solchen Projekt geben kann, haben ihren Ursprung in fehlender oder unzureichender Kommunikation. Obwohl es keine änderungen geben darf, ändert sich doch immer etwas. Da heißt es schnell zu reagieren. Insgesamt, vom Ergebnis her betrachtet, waren der Projektablauf und die Zusammenarbeit ausgezeichnet. Es gab aber kurze Zwischenzeiten: Von einer (notgedrungenen) änderung bis zur Bekanntmachung hat es in einigen Fällen kurze Wartezeiten gegeben.

Dolmetscherin Aldona aus Polen beim Töpfern
Dolmetscherin Aldona aus Polen beim Töpfern

Mitarbeit der Teilnehmer

Ohne Mitarbeit von Teilnehmern ist ein solches Projekt auch nicht möglich. Es gehört dazu ein Grundmaß an Disziplin und die Bereitschaft zur Pünktlichkeit. Jeder Kurs und jeder Workshop hat seine Anfangszeiten. Bei Unpünktlichkeiten kann sich alles so verschieben, dass es gar zu Ausfällen kommen kann. Die gesamte Veranstaltung wird aber von der hohen Das ist aber glücklicherweise nicht vorgekommen. Es scheint aber ein ungeschriebenes Gesetz zu sein, dass Abendveranstaltungen immer 30 Minuten später als angekündigt beginnen. Setzt man den Beginn von vornherein 30 Minuten später fest, beginnt die Veranstaltung trotzdem wieder 30 Minuten später.

Fazit: Unbedingt beim einmal festgelegten Termin bleiben, aber vorher genau recherchieren.

Welche Mittel wurden angewendet, welche Mittel haben das gewünschte Resultat nicht gebracht und warum?

Einsatz eines Infozentrums - es ist wichtig, dass ausschließlich alle Informationen beim Infozentrum zusammenführen. Das hat nicht immer perfekt geklappt. Einsatz von 4 THK-Praktikantinnen - das wurde dann zum Konflikt, wenn die Praktikantinnen selbst an Veranstaltungen teilnehmen wollten. Immer dann konnten sie ihren Aufgaben nicht gerecht werden. Presse, Rundfunk und Fernsehen waren allgegenwärtig. Das stört manchmal den Ablauf, da wo z.B. ein Workshopleiter oder ein Organisator ein Interview geben soll und gleichzeitig akute Sachen anliegen. Das ist auch passiert.

Wodurch wurden die Ziele realisiert?

Alle Ziele wurden durch die hohe Bereitschaft aller Beteiligten realisiert. Dazu gehörte es auch, wochenlang mit relativ wenig Schlaf auszukommen und sich in dieser Zeit um nichts anderes als um Mezium zu kümmern.

Wie wurde das Projekt ausgewertet?

  • Tägliches Treffen des Orgteams im Infozentrum.
  • Täglicher Treff aller Teilnehmer vorm Infozentrum (das hat nicht immer geklappt)
  • Nachträgliche Auswertungen im Verein, Schlußfolgerungen ziehen.
  • Wie im Vorjahr bekommen alle Beteiligten im Dezember einen ausführlichen Fragebogen mit Auswertungsfragen und der Möglichkeit, Vorschläge für nächstes Jahr einzubringen.

Was hat den Teilnehmern besonders gut gefallen, was weniger?

Den Teilnehmern haben besonders die Abendveranstaltungen gefallen, die in diesem Jahr wirklich mit Attraktionen gefüllt waren und international wie noch nie. Indisches Sitarspiel, indischer Tanz, bengalischen Gesang, afrikanisches Trommeln, polnische Lieder, deutsche Chansons, schweizerische und deutsche, auch tschechische Literatur, slowakische Flöten, bulgarische Dudelsackmusik, russischer Underground, tschechischer Ausdruckstanz, internationales Theater, deutsche Clownerie, kaltblütige Pferdewettkämpfe, amerikanischer Blues, englische Rockmusik der 60iger und 70iger Jahre, australischer Didgeridoo mit tschechischer Geigenmusik, irischer Gesang .... und sicher wurde noch etwas vergessen hier aufzuführen.

Gefallen haben die Workshopinhalte. Bankett am letzten Abend war im Gegensatz zum Vorjahr bunt und ausreichend.

Weniger gefallen:

Das Essen am ersten Tag in Rychnov, woraufhin der Vertrag mit der Gaststätte von uns aufgekündigt wurde. Das überangebot hat so viel Interesse erweckt, dass Teilnehmer versucht haben, an mehr Veranstaltungen teilzunehmen als zeitlich möglich war. Die überschneidungen einiger Kurse konnten allerdings nicht immer vermieden werden. Dabei dauerte Mezium gerade deswegen schon mit drei Wochen eine Woche länger als im Vorjahr.

Fazit: Auch aus Kostengründen werden wir im nächsten Jahr anstelle von 37 Workshops und Kursen nur noch 20 organisieren und werden wieder auf zwei Wochen kürzen

Gab es Probleme?

Es ist niemandem etwas weggekommen, es gab keine Unfälle oder schwere Krankheiten. Jeder hat sein Bett und zu Essen gehabt und alle haben ohne Einschränkungen dem Projektinhalt entsprechend teilgenommen. Unlösbare Probleme gab es nicht. Probleme kann man unterscheiden in solche, die sich nicht lösen lassen (und sich somit auch nicht gelöst haben) und in solche, die sich lösen lassen.

Also hier nur lösbare und gelöste:

  1. Verpflegung:

    Es ist offensichtlich ein Problem, so viele Beteiligte so zu verpflegen, dass alle zufrieden sind. Einerseits gibt es nur wenige Unternehmen, die so viele Leute verpflegen können (alle Schulküchen haben in dieser Zeit Ferien). Mit einer Gaststätte in Rychnov haben wir deshalb nach 2 Mahlzeiten den Vertrag gekündigt, weil sich viele Teilnehmer beschwerten, dass die Menge des Essens nicht ausreichend war. Die Teilnehmer haben sich dann in Gruppen geteilt und sind individuell essen gegangen. Das ist gut ausgegangen, aber das hat einen entscheidenden Nachteil: Beim gemeinsamen Essen kommen alle Teilnehmer zusammen und das ist bei solchen Projekten enorm wichtig, dass alle Teilnehmer wenigstens ein Mal täglich zusammenkommen. Das hat ein wenig gefehlt.

  2. Finanzen:

    Ab 1. Mai haben sich in CZ mehr Sachen geändert, als bei Projektkalkulation voraussehbar. Mit gewissen Preissteigerungen rechnet man immer. Die gelingt es uns sogar zum Teil zu kompensieren, indem wir wegen der TN-Menge große Preisnachlässe aushandeln können. Aber durch den EU-Beitritt änderten sich grundlegende Sachen: Erhöhte Ausgaben im Zusammenhang mit der Steuerreform: Sämtliche Dienstleistungen stiegen in CZ von 5% auf 19% Mehrwertsteuer. Die Hygienebestimmungen wurden verschärft und dadurch kamen größere Ausgaben auf uns zu. Z.B.: Zusätzliches Aufstellen von Miettoiletten, das Nichtbenutzen-Dürfen von Küchen zum Selbstzubereiten von Speisen (wurde aber teilweise unbürokratisch umgangen)

  3. Überfunktionen:

    Durch Erkrankung ist leider eine wichtige Kraft kurzfristig ausgefallen, ... die Finanzsachbearbeiterin. Ausserdem haben 2 Praktikanten, die vorher kommen wollten, sehr plötzlich abgesagt, so dass kein Ersatz mehr gefunden wurde. Uns haben insgesamt 5 Arbeitskräfte gefehlt. Diese Aufgaben mußte unser zu kleines Org-Team mit übernehmen. Das hat uns zum Teil gefordert bis überfordert. Außerdem haben wir das Wachsen unserer Veranstaltung unterschätzt und so auch nicht vorausgesehen. Wir sind alle ehrenamtliche Kräfte. Für eine Person hat sich das zum Vollzeit-Job und für zwei weitere zum Halbzeit-Job ausgeweitet.

    Fazit: Werben von Hilfskräften bereits jetzt. Bessere Aufgabenverteilung. Effektiveres Arbeiten durch Nutzung von nun aufgebauten Strukturen und des Mezium-Büros, das es vor einem Jahr noch nicht gab.

  4. Kommunikation:

    Wo sie nicht greift oder gar fehlt, hat das immer Folgen. Je größer das Projekt, desto wichtiger. Leider ist auch wahr, dass in solchen Fällen fast nie gesehen wird, welchen Org.-Aufwand das ganze erfordert und das, was klappt, wird kaum bewertet, jedenfalls aber bemerkt, was nicht klappt,... eine wichtige Erfahrung. Da ist schnell das Wort Chaos im Umlauf. Wir sind der Sache auf den Grund gegangen: Es hat eigentlich alles geklappt, manches mit einer kleinen Verzögerung. Der berühmte erste Tag der Orientierung ist dabei immer ein Problem. Es dauert seine Zeit, bis jeder seinen Workshop gefunden hat und auch immer am richtigen Ort ist. Dazu mitunter sprachliche Mißverständnisse. Teilnehmer, die kurzerhand ihre gewählten Workshops ändern und an mehr Workshops teilnehmen wollen, als der Zeitplan hergibt, reden gern schnell von Chaos. Denn ihnen fehlen wichtige Informationen, die andere vorher bekommen haben. Und es gibt eine Unmenge von Informationen, die hin und her gehen. Dann spielt auch Vergeßlichkeit eine Rolle. Ein Problem ist auch, dass Leute später anreisen als sie es selbst angegeben haben und dass sie uns auf den Anmeldeformularen wichtige Daten und Angaben vorenthalten haben. Man muß als Organisator auch einberechnen, dass nicht alle Leute über einen ausgezeichneten Orientierungssinn verfügen, wenn sie sich plötzlich an einem Ort befinden, den sie nicht kennen ... in einem fremden Land ... mit mangelnden Sprachkenntnissen. Und auch Dolmetscher sind Menschen, die sich ab und zu verspäten oder plötzlich auf Toilette müssen. Von Tag zu Tag hat es aber besser geklappt.

    Fazit:
    Anmeldeformulare, die sich nur abschicken lassen, wenn alles ausgefüllt ist. Noch bessere Vorbereitung. Teilnehmern bei Ankunft nicht nur Merkzettel aushändigen, aber sie den Empfang und den Inhalt unterschreiben lassen. Das erhöht die Aufmerksamkeit und dadurch wird weniger "überlesen". Im nächsten Jahr gemeinsames Essen besser organisieren (das haben wir jetzt schon gelöst und einen Partner gefunden: Die Zubereiter des unvergeßlichen Banketts, auf die wir leider (aber auch glücklicherweise) erst gegen MEZIUM-Ende gestoßen sind. Dadurch wieder Kommunikationsverbesserung. Noch gründlichere Vorbereitung mit der neu gewonnenen Erfahrung.

Welche Auswirkungen hat das Projekt auf die Gruppe, Teamarbeit und Erfahrung Einzelner?

Eine Gruppenerfahrung hat immer Auswirkungen auf Einzelne. Bei solch großen internationalen Projekten Verbesserung von:

  • Toleranz
  • Akzeptanz
  • Organisationsfähigkeit
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Improvisationsfähigkeit
  • Beziehungserfahrung
Mezium-Veteranen
Mezium-Veteranen

Gibt es die Möglichkeit weiterer Zusammenarbeit?

Dadurch dass wir erstmals so viele Teilnehmer aus so vielen unterschiedlichen Staaten hatten, haben sich persönliche Kontakte ergeben, die wir im Moment schon für den Aufbau von internationalen Strukturen nutzen. Man kommuniziert per e-mail ganz anders, wenn der Partner im anderen Land nicht mehr anonym ist. Wir sind uns alle einig: Es soll ein 7. MEZIUM geben vom 23. Juli bis 7. August 2005. Es gibt nun für uns neue Partnerschaften in folgende Länder: Russland, Rumänien, Ungarn, Bulgarien, Polen, Schweiz. Unser Mezium-Büro soll zu einem Sammelpunkt werden, der dann im Sommer wieder diesen Treffpunkt ermöglicht.

Welches Echo fand das Projekt?

Einige tschechische Botschaften in ehemaligen GUS-Staaten befreiten unsere Teilnehmer von den Visagebühren und Wartezeiten. Nachdem sich die Deutsche Botschaft mit dem Projektinhalt vertraut gemacht hatte (und im Vorjahr hatten sie uns auch finanziell unterstützt), übernahm der deutsche Botschafter in Prag, Dr. Libal, persönlich die Schirmherrschaft. Auch das führte dazu, das unser Projekt intensiver wahrgenommen wurde. Das stand in allen Zeitungen und jeden Tag drei Wochen lang, gab es Berichte, mehrere Rundfunkstationen brachten mehrmals Reportagen, das regionale und überregionale Fernsehen berichtete. Die Bevölkerung kam zu unseren Abend- und Abschlußveranstaltungen. Nach Mezium-Ende bekamen wir schon viele E-Mails mit der Anfrage, ob so etwas demnächst wieder stattfindet.

Wurde auf MitOst e.V., auf den jeweiligen Förderer hingewiesen? Wenn ja, in welcher Form?

Bei allen oben angeführten Botschaften und Medien wurde erwähnt, dass es sich um ein MitOst-Projekt handelt, die Robert Bosch Stiftung wurde immer angegeben. Bei der Eröffnungs- und auch Abschlußveranstaltung von MEZIUM im jeweils vollen Stadttheater Rychnov, wurden alle Förderer mit vollem Namen und ihrem Sitz und der Art der Unterstützung genannt. Auf allen 300 Plakaten und 2000 Flugblättern ebenfalls. Unsere Internet-Seite www.mezium.e-rychnovsko.cz wurde nachweislich von Tausenden Servern besucht (eine genaue Statistik könnten wir auf Wunsch problemlos nachweisen). Auch dort findet man dementsprechende Erwähnungen. Es gab von der Presse konkrete Anfragen mit der Bitte über MitOst zu informieren.