Bericht: Grenzerfahrungen in Grenzbereichen



Grenzerfahrungen in Grenzbereichen 1
  • Projekt: Grenzerfahrungen in Grenzbereichen
  • Zeit: 28. April - 8. Mai
  • Projektleiter: Bea Be

Bei dem Projekt handelt es sich antragsgemäß um eine konzeptuelle Drehbuchphase mit Hilfe zweier Workshops mit dokumentarischen Filmergebnissen nach einer ersten Phase. Geplant und beantragt beim MitOst e.V. war ein Film dokumentarischen Charakters und wir hatten mit insgesamt 20 Minuten Filmlänge für alle Phasen gerechnet. Dazu waren die vorbereitenden Workshops in Görlitz/Zgorzelec gedacht.

Die Bedeutung unseres Projektes ist nicht zuletzt dadurch beeinflusst, dass es im Deutsch-Polnischen Jahr stattgefunden hat und dass sich Görlitz als Kulturhauptstadt beworben hat. Wir können nun einschätzen, dass es für Görlitz elementar wichtig ist, mit dieser Kulturhaupstadtbewerbung Erfolg zu haben. Es droht sonst, dass noch mehr Bewohner, vor allem junge Leute Görlitz verlassen, ... wenn nicht etwas Positives geschieht, das einen Aufschwung bringt. In Görlitz stehen 7000 Wohnungen leer.

Um hier alle Besonderheiten in dieser Grenzregion aufführen zu wollen, müsste man ein Buch schreiben, ... oder eben ... einen Spielfilm drehen. Und genau dazu haben wir uns dann auch nach der ersten Phase entschlossen. Uns wurde klar, dass an dieser Stelle dokumentarisches Filmmaterial zwar sehr wertvoll sein kann, aber ein Spielfilm eine größere Wirksamkeit erzielen könnte.
An dieser Stelle möchten wir es nicht versäumen, auf Projektfolgeergebnisse zu verweisen. Nach Projektende haben wir noch fast 80 Stunden Material für einen 100-Minuten-Spielfilm gedreht, für die uns unsere eher dokumentarischen Filmstudien aus der "MitOstphase“ motiviert haben.
Auf dem MitOst-Festival in Breslau wurde bereits als ein kleiner Vorgeschmack ein Trailer gezeigt.

Grenzerfahrungen in Grenzbereichen 2

Mit möglichen Spielfilmaufführungen könnten wir etwas erreichen, was uns von vornherein mit am meisten motiviert hat: Wir möchten öffentliche Diskussionen, die durch Bewusstwerden der Probleme vielleicht ein kleiner Schritt in Richtung Problemlösung sein könnten. Deshalb würden wir den Film auch vor allem in diesen Regionen zeigen wollen, wobei wir sehr hoffen, dass uns ein Film gelungen sein wird, der auch für andere interessant und informativ sein wird. Dafür, also für die öffentlichen Filmaufführungen mit anschließenden Diskussionen, erwägen wir einen weiteren Projektantrag über MitOst, weil wir feststellen konnten, dass das öffentliche Interesse vorhanden ist. Dafür hatten wir uns auch in Zusammenhang mit dem Projekt "EUROPAZUG“ beworben und führten entsprechende Gespräche auf dem MitOst–Festival mit Tobias Hipp und Sascha Götz. Wir bekamen Unterstützung von den Kulturämtern Görlitz und Zgorzelec, vom Apollo Theater Görlitz, vom Bundesgrenzschutz sowie vom Institut für kulturelle Infrastruktur Sachsen und nicht zuletzt vom Kulturhauptstadtbüro Görlitz. Der Kulturbrauerei e.V. übernahm die volle Geräteversicherungsgebühr. Das Studentenwerk Dresden erließ uns die volle Raummiete für die zweite Projektwoche. Außerdem konnten wir beträchtliche Bürokosten unter anderem durch die Hochschule Görlitz-Zittau einsparen. Wichtig und gut war für uns, dass wir die beiden Kulturbürgermeister sowohl von Görlitz als auch Zgorzelec als Schirmherren gewinnen konnten. Wie geplant konnten wir auf ein gewisses Material des Programmes "Collegium Pontes“ zurückgreifen, das zwar keine konkrete Umsetzung finden wird, aber als eine gute Vorinformation eingeschätzt werden kann.