Recht ohne Gerechtigkeit? Demokratie, Recht und Politik im Zeitalter der Globalisierung



  • Termin und Ort der Projektdurchführung: 24.-28. September 2006 an der Mohyla Universität Kiev (Ukraine)
  • Projektleiter: Mirko Wischke ( mwischke(at)t-online.de )

Kurzbeschreibung des Projekts:

Der geplante Workshop ist keine universitäre Veranstaltung, sondern eine Veranstaltung, bei der Studenten, Doktoranden und Dozenten verschiedenen Universitäten und Länder zusammen kommen. Thematisch knüpft der Workshop an die von der Robert Bosch Stiftung geförderten Vorlesungsreihe „Politik im neuen Europa“ (2003),an die von der Konrad-Adenauer-Stiftung geförderte Tagung „Ethische Werte in der pluralistischen Gesellschaft“ (2004) an der Palacky Universität Olomouc an, zu der Studierende aus verschiedenen Ländern Mittel- und Osteuropas eingeladen worden waren, u. a. von der Mohyla Universität Kiev. Inhaltlich geht es um die Diskussion über das Verhältnis von Demokratie, Politik und Recht in Zeitalter der Globalisierung.

Zwei Vortragsreihen, die den Workshop eröffnen und für die weiteren Tage mit Impulsen versorgen, erörtern verschiedene Grundsatzfragen – z. Bsp. das Verhältnis von Politik und Recht, Demokratie und Frieden - in Verbindung mit rechtsphilosophischen Aspekten, zu denen junge Dozenten und Studierende mit großem persönlichem Engagement aus verschiedenen Ländern Mittel- und Osteuropas ihre jeweiligen Standpunkte einander vorstellen und miteinander diskutieren.

Die Kombination von Workshop und Referaten von Gastreferenten soll die Teilnehmer aktiv in die inhaltliche Arbeit einbeziehen und auf diese Weise das Verständnis der Studierenden und des akademischen Nachwuchses für die Problembreite der Politik, des Rechts und der Demokratie in unterschiedlichen Globalisierungskonzeptionen öffnen.

Als Gastreferent hat Prof. Igors Shuvajes von der University of Latvia in Riga (Lettland) zugesagt. Die zweite Vortragsreihe obliegt PD Dr. Mirko Wischke (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg), Gastdozent an der Mohyla Universität Kiev.

Prof. Dr. Andriy Bogachov und Dr. Vakthang Kebaluze, Hochschuldozenten an der Philosophischen Fakultät der Mohyla Universität Kiev, haben ihre persönliche Unterstützung bei der Durchführung zugesagt. Die Studenten sind mit hohem Engagement bei der Organisation und inhaltlichen Konzipierung aktiv miteinbezogen.

Die besten Arbeitspapiere der Studierenden sollen zusammen mit den beiden Eröffnungsvorträgen ausgearbeitet werden zwecks einer Publikation im einem zweisprachigen Band.

Geplant sind Folgeprojekte zur Vertiefung und Auffächerung des Themenschwerpunktes, u.a. im Sommersemester 2007 an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und im Wintersemester 2007/08 an der Universytet Adama Mickiewicza in Poznan (Polen). Bei Vorgesprächen mit dem jeweiligen Lehrstuhlleiter bzw. Institutsdirektor fand das Projekt lebhaftes Interesse.

Inhaltliche Ziele und Mittel zur Zielerreichung:

Ziel ist es, die Globalisierungsproblematik unter rechtsphilosophischen Aspekten in Zusammenhang mit Problemen der Demokratie, der Massenkultur und der Politik zu betrachten. Diesen Schwerpunkt zu wählen, ergab sich aus dem Umstand, dass die Problematik der Globalisierung zwar im Problembewusstsein der Studierenden eingedrungen ist, jedoch kaum im Zusammenhang mit Fragen des Rechts, der Demokratie und Politik gesehen wird. Die rechtsphilosophischen Aspekte der Globalisierung werden oft in ihrer Bedeutung unterschätzt.

Die wissenschaftlich-fachliche Diskussion dieser Aspekte in der aus 5 Ländern sich zusammensetzenden Teilnehmergruppe des Workshops erfährt seinen besonderen „Reiz“ dadurch, dass die Diskurse in den jeweiligen Ländern mit großer Wahrscheinlichkeit sehr unterschiedlich akzentuiert sind.