der Theatergruppe der Universität Daugavpils, Lettland
1. Allgemeine AngabenProjekttitel: Teilnahme an den 5. Internationalen deutschsprachigen Theatertagen für Studenten nach fast einem Jahr intensiver Proben war die Theatergruppe der Universität Daugavpils mit ihrem Stück "Lysistrata” (frei nach Aristophanes) zehn Tage lang Teilnehmer der 5. Internationalen Deutschsprachigen Theatertage für Studenten in Pecs (Ungarn)… Zeitraum (geplant und tatsächlich): 01.-10. April 2006 (geplant und tatsächlich) Ort: Pecs (Ungarn) Projektleiter / Projektteam: Andrea Stritz, Lilija Filipova, Žanna Brokāne, Andrej Grischanov MentorPartner / Förderer / Drittmittel: Universität Daugavpils, Festivalzentrale Pecs, Goethe-Institut Riga Teilnehmer: 10 Studenten der Universität Daugavpils (Germanistik und Umweltwissenschaften)- alle sind Mitglieder der deutschsprachigen Theatergruppe der Universität Inhalte des Projekts (Projektbeschreibung), Methoden, Zeitplan (gehört auch zu Punkt 2.) Im letzten Jahr habe ich zusammen mit fünf Studentinnen die 4. Internationalen deutschsprachigen Theatertage an der Universität Daugavpils organisiert. Die hiesige Theatergruppe hatte sich im Zusammenhang mit den Theatertagen gebildet und hatte dort einen sehr erfolgreichen Auftritt. In diesem Jahr habe ich die Truppe übernommen. Wir haben uns regelmäßig getroffen. Vom 03.-08. April dieses Jahres haben nun die 5. Theatertage in Pecs (Ungarn) statt gefunden. Wir waren mit einer Bearbeitung des Stücks "Lysistrata" (Aristophanes) dabei. Die Teilnahme gab mir die Gelegenheit, die bei der Organisation der letzten Theatertage und auch anderer Projekte gesammelten Erfahrungen anzuwenden. Die Theatergruppe hat Theater in deutscher Sprache in einer internationalen Atmosphäre zur Aufführung bringen können. Vor der Reise wurde eine "Generalprobe" an der Heimatuniversität organisiert, zu der auch die lokalen Medien eingeladen wurden. Leider ist dieser Einladung niemand gefolgt. Nur von der Uni wurde die Veranstaltung für ihr Archiv gefilmt. Nach der Reise zum Festival wurde das Stück noch einmal im Rahmen der deutschen Kulturtage in Daugavpils (26.-30. April) aufgeführt. Im Anschluss gab es eine Presseinformation, in der auch unser Theaterstück erwähnt ist. In der Studentenzeitung der Universität Daugavpils wird in der nächsten Ausgabe ein Artikel über die Reise erscheinen. Während des Festivals wurde mit Hilfe der Organisatoren und der Gruppe aus Jaroslavl ein Mitost-Stammtisch organisiert, auf dem Ideen für eine Zusammenarbeit gesammelt wurden. Der geplante Zeitplan des Projekts konnte eingehalten werden.
2. Ziele und Erwartungen
Alle unsere Ziele und Erwartungen wurden erfüllt bzw. sogar übererfüllt:
Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, bei Proben, Workshops und Aufführungen die unterschiedlichen Praxisformen und Arbeitsweisen mit deutschsprachigem Theater in den jeweils anderen Ländern zu beobachten und kennenzulernen und sich dadurch in ihrer Theaterarbeit theoretisch und praktisch weiterzubilden. Während des Festivals sind junge Menschen aus etwa zehn verschiedenen Ländern Mittel- und vor allem Südosteuropas zusammengetroffen und mit Hilfe von Deutsch als Brückensprache in Kontakt getreten, haben miteinander kommuniziert und Erfahrungen ausgetauscht. Somit ist das Festival als Mittel zur Völkerverständigung zu verstehen. Das Projekt förderte Deutsch als Fremdsprache. Die Teilnehmer wurden ermutigt, ihre deutschen Sprachkenntnisse direkt anzuwenden und vor allem weiter Theater auf Deutsch zu spielen. Die im Theaterspiel und bei der Organisation der Inszenierung und Reise erworbenen Erfahrungen können im späteren Beruf als Deutschlehrer bzw. auch Kulturmittler von Nutzen sein. Für alle Teilnehmer ergab sich überhaupt zum ersten Mal ein Auftritt außerhalb der eigenen Stadt oder des eigenen Landes, was ihre persönlichen Erfahrungen und sprachlichen wie fachlichen Kompetenzen erheblich erhöht. Darüber hinaus lernten die Teilnehmer eine neue Stadt und Region kennen. Sie reisten zum ersten Mal in die Ungarische Republik.
3. VorbereitungBeteiligte Alle zehn Studenten, die letztendlich nach Pecs gefahren sind, haben regelmäßig und engagiert an unseren wöchentlich statt findenden Proben und zwei jeweils dreitägigen Theaterworkshops teilgenommen. Dort wurde das Stück ausführlich besprochen, verschiedene Inszenierungsmöglichkeiten diskutiert, Kostüme und Requisiten fest gelegt. Nachdem wir die Einladung von den Organisatoren in Pecs bekommen haben, wurden Möglichkeiten der Finanzierung gesucht, Reisevarianten recherchiert und auch die geforderte Länderpräsentation einstudiert. Ablauf, Schwierigkeiten, Probleme Gegen Ende der Vorbereitungszeit mussten wir uns öfter treffen. Eine Studentin konnte aus zeitlichen Problemen nicht an der Reise teil nehmen. Zum Glück hat sie uns das früh genug sagen können, so dass noch keine Rolle für sie entwickelt war. Die Generalprobe fand leider ohne Presse statt. Keiner ist der Einladung gefolgt.
4. DurchführungProjektverlauf, Änderungen gegenüber der Planung Es gab im Projektverlauf keine Änderungen gegenüber der Planung. Kooperationspartner Die Universität hat uns sehr bei der Vorbereitung, Durchführung (vor allem Infrastruktur) und Finanzierung der Reise geholfen. Die deutsche Firma, die uns Geld zugesagt hatte, hat kurzfristig wegen eigener finanzieller Probleme abgesagt. Mitarbeit der Teilnehmer Alle Gruppenmitglieder waren engagiert an der Durchführung beteiligt. Vor Ort wurde die Verpflegung organisiert. Eine Studentin war Finanzer und hat die Ausgaben kontrolliert. Zwei Studentinnen haben alles fotografisch und filmisch fest gehalten. Alle Mitglieder der Gruppe haben am Mitost-Stammtisch teilgenommen.
5. Nachbereitung
Nach unserer Reise haben wir das einstudierte Stück noch einmal im Rahmen der Deutschen Kulturtage gezeigt. Auf den davor statt gefundenen Proben haben wir uns die Aufnahmen von der Aufführung in Pecs angesehen und besprochen.
Vom Projekt wurde eine PowerPoint-Präsentation erstellt, die wir auf dem nächsten Mitost-Festival präsentieren werden.
Nach unserer Reise und einer weiteren Aufführung im Rahmen der Deutschen Kulturtage wurde ein Artikel in der lokalen Presse veröffentlicht, in dem wir auch erwähnt sind (liegt dem Bericht bei) und ein Artikel wird in der Juni-Ausgabe der Studentenzeitung der Daugavpilser Universität erscheinen. (wird später zugesandt)
6. Bewertung
6.1. ZielerreichungErgebnisse (inhaltlich, praktisch) Die erreichten Ziele wurden schon unter Punkt 2. ausführlich beschrieben. Resonanz aller Beteiligten Die Motivation der Projektteilnehmer war sehr hoch. Sie haben fast ein ganzes Jahr kontinuierlich auf die Teilnahme am Festival hin gearbeitet. Der Aufenthalt in Pecs und die Atmosphäre während des Festivals hat sie für viele Entbehrungen und Anstrengungen "entschädigt". Hier einige Meinungen der Teilnehmer: "Das Festival war einfach supertoll! Die Organisatoren haben alles sehr gut gemacht. Die Zeit in Ungarn hat nur glückliche Erinnerungen gelassen. Auch unsere Gruppe selbst wurde freundlicher." "Das war toll! Neue Bekannte, neue Freunde, schöne, neue Orte.... aber das Wichtigste – neue Möglichkeiten!" "Eine gute Möglichkeit, Deutsch zu üben und gleichzeitig neue Freunde zu treffen, Theater zu machen und neue Orte zu sehen." "Das Festival war wunderschön! Es war sehr toll organisiert und hat uns viele Erfahrungen gegeben." Die Organisatoren und auch andere Teilnehmer des Festivals haben uns bescheinigt, dass unsere Beiträge (sowohl die Länderpräsentation als auch das Stück selbst) qualitativ beeindruckend waren. Zitat aus der Mail von Dorit Hekel (Bosch-Lektorin und Organisatorin des Festivals in Pecs) "…auch euer Theaterstück wurde nochmal sehr gelobt. Ich fand es auch toll, was ihr da aus dem antiken Stoff gezaubert habt." Positive und negative Beobachtungen und Erfahrungen Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell das Wort Völkerverständigung bei einem solchen Projekt Realität wird. Innerhalb einer Woche haben sich Freundschaften gebildet, wurde über das Leben allgemein und Theater im Besonderen diskutiert, wurde verglichen usw. Leider haben sich wegen des großen Veranstaltungsangebots und der langen Abende im Theater kaum Interessenten am Mitost-Stammtisch eingefunden. langfristige Auswirkungen (Übertragbarkeit auf andere Projekte, Zusammenarbeit mit Projektpartnern) Fünf der Teilnehmer der Gruppe haben im letzten Jahr zusammen mit mir die 4. Theatertage organisiert. Der Rest war als Helfer auch aktiv dabei. Jetzt waren sie alle als Teilnehmer bei solchen Theatertagen dabei. Sie konnten das Festival "aus einer anderen Perspektive" kennen lernen. Die bei beiden Projekten gesammelten Erfahrungen im Projektmanagement (Reiseorganisation, Fundraising usw.) werden ihnen in der Zukunft helfen, ähnliche Projekte zu organisieren.
6.2. ÖffentlichkeitsarbeitAktivitäten Wie schon weiter oben beschrieben, haben wir die lokale Presse sowohl über die Aufführungen in Daugavpils als auch über die Reise zum Festival informiert. Wir haben Plakate in der Universität und am Festivalort ausgehängt und haben jedes Mal auch Programmzettel ausgeteilt. Resonanz Leider gab es nur eine sehr geringe Resonanz bei der Presse. Eine Zeitung hat unseren Auftritt im Rahmen der Deutschen Kulturtage erwähnt. Die Studentenzeitung der Universität wird in der Juni-Ausgabe einen Artikel über unsere Reise veröffentlichen. Die Aufführungen waren gut besucht und die Reaktionen auf das Stück durchgehend positiv.
6.3. PerspektivenGeplante Fortführung von Programmen, Projekten, Kooperationen Die deutschsprachigen Theatertage für Studenten fanden zum 5. Mal statt. Es ist also schon zu einer Tradition geworden, die auch unbedingt weiter geführt werden sollte. Hier in Daugavpils ist geplant, die Theatergruppe im nächsten Jahr weiterzuführen. Eine Teilnahme an den nächsten Theatertagen ist dann natürlich wieder angestrebt.
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