mit dem Lustspiel von Ludwig Thoma "Lottchens Geburtstag" und der Vorstellung des Vereins "MitOst"
Teaser
Ludwig Thoma (1867-1921)
"Lottchens Geburtstag".
Geheimrat Dr. Giselius sieht sich am 20. Geburtstag seiner Tochter Lottchen genötigt, diese nun endlich über gewisse Dinge zwischen Mann und Frau aufklären zu müssen. Seine Frau Mathilde und seine Schwester Cölestine finden dieses Ansinnen absolut unmöglich. Als plötzlich ein möglicher Schwiegersohn auftaucht, der auch noch Zoologie studiert hat, meint Giselius, sich das ernste Gespräch mit seinem Kind ersparen zu können. Allerdings glaubt er bei einer Unterredung unter vier Augen mit dem angehenden Bräutigam festzustellen, dass dieser offenbar auch keine Ahnung vom Wesen der Ehe hat. Der Geheimrat fühlt sich zu peinlichen Erklärungen gezwungen...
Im Lustspiel "Lottchens Geburtstag" handeln 6 Personen. Alle sind wie aus dem Strom des Lebens gestiegen und sprechen jeder nach seiner sozialen Stellung: einen süddeutschen Dialekt, "Papierdeutsch" oder Fachsprache.
Zeitraum- Geplant: 31.03.06-11.04.06
- Tatsächlich: 29.03.06-11.04.06( erste Einkäufe u. Formalia)
OrtProjektleiter / Projektteam - Projektleiterin:Irina Sorokoumova
Teilnehmer der Projektgruppe - Evgeny Konstantinov
- Maria Bulaeva
- Sergey Smirnov
- Marina Afanasjeva
- Natalia Blatova
- Anna Morosova
- Iraida Kozina
- Irina Sorokoumova
Partner / Förderer / Drittmittel
Partner- Staatliche Pädagogische Uschinski-Universität Jaroslavl
- Musikschule Jaroslavl
- Wolkow-Theater Jaroslavl
- Puppentheater Rybinsk
- AG ELDIN
- Drogerie "Die Welt der Frau"
Förderer- MitOst e.V.
- Robert Bosch Stiftung
Drittmittel- Orga-Team des Festivals in Pecs (u.a. Dorit Hekel,Lektorin des Lektorenprogramms der RBS u. Axel Halling,Kulturmanager der RBS)
Kurzbeschreibung des Projektes
Eindrücke der TN
Dieses Festival gibt studentischen Theatergruppen an Hochschulen in Deutschland, Mittel-, Ost- und Südeuropa Gelegenheit, Theater in deutscher Sprache in einer internationalen Atmosphäre aufzuführen.
Die Studenten und Lehrer des Pädagogischen Staatlichen Universität Jaroslavl hatten die Möglichkeit ab 1. bis 11. April am 5. Internationalen Festival in Ungarn, Pecs, teil zu nehmen.
7 Personen (alle sind MitOst-Mitglieder) dieser Universität vertraten Russland auf dem Festival mit einem Lustspiel von Ludwig Thoma "Lottchens Geburtstag":
Das sind: - Vier Studenten:
- Evgenij Konstantinov - Dr. Traugott Appel, Privatdozent
- Maria Bulajeva - Mathilde, die Frau von Professor
- Marina Afanassjeva - Cölestine Giselius, Schwester des Geheimrats
- Anna Morozova - Lottchen, die Tochter von Professor und Mathilde
- Und drei Lehrer:
- Sergey Smirnov - Geheimrat Dr. Otto Giselius, Universitätsprofessor
- Natalya Blatova - Babette, Köchin bei Giselius und Regieassintenz
- Irina Sorokoumova hat die organisatorischen Fragen und einige Schwierigkeiten für die Gruppe erledigt,Projektleitung übernommen und bei Regieassistenz mitgeholfen.
Leider konnten unsere Teilnehmerin Marechi Kurasbediani (die Rolle von Babette) und Hauptregisseurin Iraida Vladimirovna Kozina wegen einiger Problemen nicht mitkommen.
Um zum Festival zu kommen und unser Stück erfolgreich zu spielen, haben wir im Zeitraum Oktober - März 3 mal pro Woche an der Uni geprobt. Im Februar ist es uns auch gelungen, einen Theaterworkshop in Jasnaja Poljana, Tula zu erleben. Und dank allen Theaterpädagogen und zahlreichen Sprachübungen (unter anderem Mundarten) waren wir bereit, zuerst eine Probeaufführung in Jaroslavl vorzuführen, die bereits ein großer Erfolg war, und dann schon nach Ungarn zu fahren.
Nach manchen Schwierigkeiten (Probleme mit Visaausstellen, Absagen einiger Förderer kurz vor dem Theaterfestival u. Suche nach neuen Unterstützern) sind wir nach Ungarn angekommen und in einem schönen Pecser Wohnheim untergebracht. Über das Theater hinaus gab es für die Teilnehmer ein Kulturprogramm mit Stadtführungen, Filmvorführungen, verschiedenen Konzerten, Ausflügen in die Nachbarstädte und Workshops, an denen unsere Gruppe sehr gern teilgenommen hat. Jede Gruppe hatte einen ungarischen Studenten bzw. eine ungarische Studentin als BetreuerIn, wir haben Glück gehabt, denn wir hatten zwei und wurden außerdem zu Besuch in einer typisch ungarischen Familie u. an der Slawistik-Fakultät der Universität Pecs eingeladen.
Jeder Tag des Festivals war abwechslungsreich und spannend. Am 1. Tag während der offiziellen Eröffnung des Festivals haben wir uns mit allen Mitgliedern aus 11 Ländern und den Hauptorganisatoren Dorit Hekel (Robert Bosch Stiftung, Lektorin) und Axel Halling (Kulturmanager der R.B.Stiftung) bekannt gemacht. Nachdem folgten Länderpräsentationen, Eröffnungsparty, Länderbuffet, wo alle Länder die Speisen, die von zu Hause mitgebracht waren, angeboten haben und ein Konzert von einer ungarischen Rockgruppe. Ab dem 2. Tag um 6 Uhr abends fanden Theateraufführungen statt. Der Hauptort des Theaterspielens war das international bekannte Puppentheater Bobita, welches fast die gesamte Festivalwoche für Proben und die abendlichen Aufführungen zur Verfügung stand. Jeden Tag konnte man ein Workshop besuchen, wo man mit Körperübungen, mit Improvisationen, kurzen Texten, Zungenbrechern und ganz viel Spaß und Kreativität sein stimmliches Potential entdecken konnte. Nach einer Mittagspause konnte man sich jeden Tag einen Film auf Deutsch ansehen. Am Tag unseres Auftretens nach den Aufführungen hat man eine Weinprobe veranstaltet, wo sechs ausgewählte Sorten aus Pecs und nahe liegenden Weingebieten gekostet waren.
An dem Abschiedstag waren wir zugleich traurig und froh, weil wir einerseits nach Hause fahren sollten und andererseits viele schöne Erlebnisse und neue gute Freunde bekommen haben. An dem Tag stand ein Ausflug zur Verfügung und die letzten Workshops. Während der Abschiedsparty hat man zwischen allen Teilnehmer Zertifikate verteilt und die Wünsche ausgesprochen, sich noch einmal wieder zu treffen.
Neben dem Kulturaustausch durch Sprache und Spiel und Weiterbildung im internationalen Team, ist es uns gelungen, eine Vorstellung des Vereins "MitOst" zu organisieren und neue daran Interessierte zu finden. Auf einem Stammtisch zusammen mit der Gruppe von MitOst-Mitgliedern aus Lettland haben wir unsere künftigen Projekte und Veranstaltungen besprochen.
Wir alle sind sehr dankbar unserem Förderer der Reise zum Festival - MitOst e.V., dem Verein, der uns diese Chance gegeben hat, an so einem schönen Festival teil zu nehmen,sowie allen unseren Partnern und Unterstützern.
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